Familie

Urlaub mit Baby oder: es kommt alles anders als gedacht

Wir waren im Urlaub. Der erste zu dritt. Es war schön, es war anders, es war spannend und gewöhnungsbedürftig. Aber der Reihe nach…

Wohin fährt man mit Baby?

In den letzten Jahren waren wir im Urlaub immer in südlichen Gefilden und ich bin bekennender Sonnenliebhaber. Für mich hat Urlaub mit Meer, Strand und eigentlich auch mit schönem Wetter zu tun. Daher hießen die letzten Ziele Kreta, Algarve und Fuerteventura. Setzt man sich mit einem sieben Monate alten Baby für mehrere Stunden in ein Flugzeug? Einige werden sagen „klar, warum nicht?“, andere „bloß nicht“. Wir waren da auch sehr gespalten. Zum Einen wollten wir gerne in die Sonne, zum Anderen ist man von unserem Wohnort aber auch erstmal mindestens zwei Stunden mit dem Auto zum Flughafen unterwegs. Somit kommt schon einiges an Reisezeit zusammen.

Somit kamen wir schließlich zu dem Schluss, wir bleiben in Deutschland. Nun war also die Frage wohin es hier gehen sollte. Wir wollten nicht zu lange im Auto sitzen, das war ja schließlich schon ein Kriterium bei der Flugreise, somit fiel der Süden des Landes schonmal aus. Schleswig-Holstein wäre schön, aber auch immer noch einige Stunden Autofahrt entfernt. Also an die niedersächsische Nordsee. Das heißt für mich Insel und dann am Liebsten Juist.

Hotel oder Ferienwohnung?

Damit kamen wir zur nächsten Frage: Hotel oder Ferienwohnung? Generell bin ich ja eher der Typ „ich lass mich im Urlaub gerne verwöhnen und will dann nicht auch noch kochen etc.“, aber mit Baby wurde mir schnell klar, dass ein separates Zimmer und wenigstens eine Kochnische nicht verehrt wären. Auf der Suche nach einer passenden Ferienwohnung stellte ich aber schnell fest, dass man für den Preis auch ein Zimmer in einem guten Hotel bekommen könnte. Nach einigem Suchen wurde ich aber fündig bei der Strandburg.

Dies ist ein Appartementhaus mit verschiedenen unterschiedlich großen Appartements für 2-6 Personen. Wir hatten ein Appartement für 3, mit einem separaten Schlafzimmer. Das Babybett und den Hochstuhl konnten wir direkt dazu buchen. Im Keller gab es einen Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna. Bettwäsche, Handtücher und sogar Bademäntel waren im Preis enthalten. Das Appartement war klein, aber ausreichend für uns drei und die Betreuung war sehr nett.

Und wie war es jetzt?

Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück. Am Anreisetag war Spitzenwetter und wir konnten sogar noch einen Strandspaziergang machen. Hier konnte unser Kinderwagen auch endlich mal unter Beweis stellen, dass er wirklich gelände- und auch strandtauglich ist. Wir konnten ihn auf zwei Rädern gut durch den Sand ziehen und dann an der Wasserkante spazieren gehen. Viele andere Wagen mußten oben am Weg stehen bleiben.

In den folgenden Tagen hatten wir so ziemlich alles an Wetter, was es so gibt. Meist hat es am Morgen und/oder Vormittag geregnet, windig war es sowieso und am Nachmittag kam dann die Sonne raus, so dass wir noch gut Spazierengehen konnten. Leider waren die Temperaturen nicht mehr so warm wie noch am Anreisetag und der Wind tat sein Übriges. Aber wir konnten uns ja einpacken.

Leider ging es dem Fräulein ab Mitte der Woche nicht so gut. Sie hatte plötzlich in der Nacht Fieber und an Schlaf war nur bedingt zu denken. Am nächsten Tag ging es ihr etwas besser, aber zum Abend kehrte das Fieber zurück und auch die nächste Nacht war sehr unruhig. Am Morgen machte sie wieder einen guten Eindruck, so dass wir die Überlegung bereits einen Tag vorher abzureisen verwarfen. Im Laufe des Tages hatten wir dann ein schlechtes Gewissen, da das Fräulein doch immer noch kränkelte, aber zum Abend wurde es immer besser und am nächsten Morgen begrüßte uns unser „altes“ Fräulein wieder.

Was das nun war? Wir wissen es nicht. Wir haben es einfach mal auf die Zähne geschoben, allerdings zeigt sich der Übeltäter immer noch nicht, so dass ich langsam daran zweifle. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es eine Mittelohrentzündung sein könnte, aber nun ist alles wieder ok und sie zeigte eigentlich auch keine Anzeichen.

Als Fazit: Urlaub mit Baby ist was völlig anderes als ohne, da man sich, wie im gesamten Leben, auf den kleinen Menschen einstellt und nach ihm richtet. So sind wir deutlich früher aufgestanden als sonst, haben deutlich mehr Zeit in der Wohnung verbracht und fast jeden Abend selbst gekocht. Es war eine schöne Zeit, weil man mal etwas anderes gesehen hat. Es war aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich denke aber, die nächsten Urlaube werden wieder anders und besser, da das Fräulein ja schließlich immer größer wird.

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Familie

8 Monate fraeuleinschroeder

Und wieder ist ein Monat um. Nachdem im letzten Monat das Sitzen und das Töpfchen dazu gekommen sind, hat sich entwicklungsmäßig diesen Monat gefühlt nicht so viel getan. Allerdings hatte der Papa in diesem Monat seinen zweiten Elternzeitmonat und das hat beiden auch ziemlich gut getan. 

Die erste Erkältung

Dann hatten wir unsere erste Krankheit. Das Fräulein hatte eine Erkältung, die sich in einer ziemlich unruhigen Nacht mit erhöhter Temperatur geäußert hat. Danach ging es ihr allerdings erstaunlich schnell wieder gut. Ein paar Tage lief das Näschen noch ein bißchen, aber auch nicht zu extrem. Mama hat es da deutlich schlimmer niedergestreckt.

Das erste Zähnchen

Wir haben unseren ersten Zahn! Es hat sich ja schon lange angekündigt, durch Sabbern und auch optisch und nun ist es endlich da: das erste Zähnchen. Ich hatte es im Zusammenhang mit der Erkältung ja bereits vermutet und ungefähr eine Woche später war er dann endlich da. Nun warten wir auf Nr. 2 und hatten eigentlich schon den Verdacht, dass er mit Fieber kommt, aber er zeigt sich auch nach zwei Wochen immer noch nicht.

Der erste Urlaub

Und wir waren im Urlaub. Zum ersten Mal zu dritt. Es war spannend, es war schön, es war ungewohnt und es gab auch nicht so tolle Erfahrungen. Aber darüber werde ich in einem separaten Post nochmal schreiben. Ich kann aber sagen, dass das Fräulein es eigentlich ganz gut mitgemacht hat und ich denke, wir werden noch öfters verreisen.

Der nächste Schub?

Seit ein paar Tagen ist das Fräulein zum richtigen Klammeräffchen geworden. Ständig will sie auf den Arm und am Liebsten herumgetragen werden. Irgendwie passt es zeitlich und von der Beschreibung zum 37-Wochen-Schub. Auch die Nächte sind deutlich unruhiger geworden. Man merkt auch, dass sie sich gerade wieder ein bißchen verändert. Mal schauen, was die nächsten zwei Wochen so bringen.

DIY

Auf den Nadeln August

In diesem Monat sind meine Nadeln durch einen Teststrick für Stichfest belegt. Diesmal ist es ein Pullover für das Fräulein, der Sainte-Chapelle. Das Muster hat mich gleich interessiert und es macht wirklich was her. Auch wenn es erst kompliziert wirkt, hat man es nach wenigen Runden drin und kann es „runterstricken“.

Ich habe allerdings dreimal angefangen… Beim ersten Versuch war ich mir nicht sicher, ob mein Wollrest in der Grundfarbe reichen würde und fand die Kombination der Wolle farblich auch nicht perfekt. Zufällig lief mir dann eine andere Wolle in dem hellen grau über den Weg. Somit habe ich geribbelt und neu angefangen. Leider hatte ich hier dann einen Fehler, den ich nicht wieder beheben konnte. Somit habe ich wieder geribbelt. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und jetzt habe ich auch schon einen Großteil geschafft.

Da der Teststrick bis Anfang September fertig sein soll, muss ich mich jetzt ranhalten, damit der Pulli rechtzeitig fertig wird. Aus diesem Grund liegt auch mein Sommerschal von Meine fabelhafte Welt ohne Zuwachs immer noch auf den Nadeln und das wird auch wohl noch einige Zeit so bleiben. Denn ich habe noch so einige Projekte geplant, die teilweise auch eine „Deadline“ haben. So habe ich, wie schon im letzten Monat geschrieben, die Babykofte von Stichfest noch auf den Nadeln, die sollte bis Oktober/November schon fertig sein. Dann gibt es Zuwachs im Freundeskreis, für den ich eine Babydecke stricken möchte. Die Wolle ist bereits da, aber die Zeit fehlt. Jedenfalls sollte die Decke bis Weihnachten fertig sein. Und dann hab ich noch Wolle für eine weitere Kofte für mich hier liegen und wollte mich mal an Spültüchern versuchen und schauen, ob mir gestrickte Spültücher zusagen. Es gibt also viele Projekte, aber wie meistens zu wenig Zeit…

Familie

7 Monate fraeuleinschroeder

Inzwischen ist das Fräulein sieben Monate alt und in diesem Monat hat sich viel getan. Das Fräulein kann jetzt sitzen. Sie schafft es natürlich noch nicht, sich selbstständig hinzusetzen, aber wenn man ihr dabei hilft, sitzt sie schon ziemlich sicher. Ich denke, auch das Füttern im Hochstuhl hat dazu beigetragen. Einen neuen Hochstuhl haben wir uns in diesem Monat auch gekauft. Ich wollte gerne einen Treppenhochstuhl, der mitwächst, und ich habe gemerkt, dass das Fräulein langfristig auch eine Fußstütze braucht. Bisher haben immer meine Beine dazu gedient… Nach langer Recherche und vielem Überlegen ist es schließlich der Klassiker von Stokke geworden. Und bisher sind wir sehr zufrieden.

Baby · DIY

Pairfect Bonnet von Stichfest – Teststrick

Anfang Juni kam von Sophia von Stichfest der Aufruf zum Teststrick des Pairfect Bonnet. Da ich ja gerade viel und gerne für das Fräulein stricke und alle Mützen mag, die sicher über die Ohren gehen, habe ich gleich laut hier gerufen und die Maschen angeschlagen. Die Anleitung gab es in zwei verschiedenen Größen, ich habe mich für die kleinere, 3-6 Monate entschieden. Da ich eher fest stricke habe ich mich für eine halbe Nadelstärke größer entschieden und auch die Maschenprobe passte mit dieser Nadelstärke (fast). 

Die Anleitung ist wirklich schön und einfach und es ergibt sich durch den Farbverlauf der Wolle ein schönes Muster. Durch die Abnahmen ergibt sich schließlich praktisch alleine die „Haubenform“. Da fast nur glatt rechts gestrickt wird, ist die Anleitung auf jeden Fall anfängergeeignet.

Pairfect Bonnet   

Im Ergebnis ist meine Pairfect Bonnet leider etwas groß geworden, aber dafür war es ja eben ein Teststrick. Außerdem braucht man im Moment ja eher selten eine Mütze und ich bin ziemlich sicher, dass sie dem Fräulein im Herbst passen wird.

Lesen/Hören

Hörbuch „Der Mondscheingarten“ von Corinna Bomann

Der Mondscheingarten* von Corinna Bomann ist mal wieder ein Hörbuch, das in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt. Die Antiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine besondere alte Geige von einem älteren Mann geschenkt. Da sie sich dieses Geschenk nicht erklären kann, begibt sie sich mit Hilfe ihrer Freundin auf die Suche und kommt auf die Spur einer bekannten Violinistin und ihrer Geschichte. Die Spur führt sie zunächst nach Italien und schließlich nach Sumatra.

Ich mag diese Art von Geschichten, bei denen sich eine zweite, ältere entspannt. Klar ist einiges vorhersehbar, aber trotzdem ist es eine schöne Geschichte, die noch eine besondere Wendung nimmt.

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Baby

Geburt des fraeuleinschroeder

An einem frühen Samstag morgen im Januar, wir waren bei ET+2, wurde ich durch ein starkes Ziehen im Becken geweckt. Es war ein seltsames Gefühl, anders als die Schmerzen, die ich sonst beim Umdrehen im Bett hatte, was mich zum Nachdenken brachte. Aber irgendwann schlief ich wieder ein. Etwas später weckte mich ein starkes Ziehen im Rücken. Im Nachhinein weiß ich, dass ich es vorher bereits zweimal gespürt, aber nicht so direkt wahrgenommen habe. Zunächst fragte ich mich, woher nun diese Rückenschmerzen kamen und warum sie immer stärker wurden, dann nahmen die Schmerzen langsam wieder ab und ich erinnerte mich an den Geburtsvorbereitungskurs und die dort beschriebene Wellenform der Wehen. Blick auf die Uhr 4:45 Uhr.

Um 4:57 Uhr kam die nächste Wehe angerollt. Ich überlegte, was zu tun wäre und bin zunächst einmal zur Toilette. Sollte ich den Mann wecken? Der Wecker würde sowieso um halb sieben klingeln und bis dahin wäre dann vielleicht gerade eine Stunde mit Wehen im 10-Minuten-Takt rum. Also habe ich weiter meine Wehen im Bett veratmet, in den Pausen ein wenig Ruhe gesucht und auf das Klingeln des Weckers gewartet.

Beim Aufwachen habe ich dem Mann gesagt, dass sich das Fräulein anscheinend auf den Weg machen wollte. Mein Mann hatte noch einen Kurs, der bereits am Freitag Nachmittag angefangen war und am Samstag beendet werden sollte. Nun überlegten wir also, ob er noch zu seinem Kurs fahren sollte oder nicht. Da er das gerne wollte und ich davon ausgegangen bin, bis zum Nachmittag würde sich was die Geburt angeht nicht all zuviel tun, bin ich erstmal duschen gegangen und wir haben gefrühstückt. Der Mann ist dann zu acht Uhr los und ich habe es mir mit den „Gilmore Girls“ auf dem Sofa bequem gemacht und weiterhin die Wehen veratmet, die nun schon in Abständen zwischen 8 und 5 Minuten kamen. Um zehn vor zehn habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und meinen Mann angerufen, damit er nach Hause kommt. Natürlich ging er nicht ans Telefon. Also habe ich eine WhatsApp geschickt, die ebenfalls nicht gelesen wurde und dann noch 2mal versucht anzurufen. Dann ging er endlich ran und kam auch sofort heim. Schnell wurden die Taschen ins Auto geladen und wir machten uns auf den Weg ins Krankenhaus.

Ich konnte kaum im Auto sitzen und die Wehen kamen alle drei Minuten. Gegen halb elf waren wir am Krankenhaus und etwa 10:45 Uhr im Kreißsaal. Hier wurde ich ans CTG angeschlossen und untersucht. Der Muttermund war bereits bei 4 cm. Gegen die Schmerzen bekam ich einen Buscopantropf, von dem ich allerdings nichts gemerkt habe.

Ein Ultraschall sollte Auskunft über die Größe und vor allem das Gewicht des Fräuleins geben. Es wurden 3.200 g prognostiziert. Nach dem Ultraschall haben wir noch den Kreißsaal gewechselt und die Hebamme fragte mich, wie ich weiter vorgehen wolle. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt wirklich überfordert, ich wollte nur das diese Schmerzen aufhören, zu allem anderen hatte ich keine wirkliche Meinung. Daher bot mir die Hebamme verschiedene Möglichkeiten, u.a. die Wanne an. Ich entschloss mich, es zu probieren und das warme Wasser wirkte hervorragend auf meine „Rückenschmerzen“. Ich konnte mich entspannen und es war wirklich angenehm. Ich hatte drei Wehen, die sich wirklich gut anfühlten, ehe sich der Druck verlagerte in den Bereich des Steißbeins und ich das Gefühl bekam mitdrücken zu müssen. Die Hebamme war gerade nicht im Raum und so versuchte ich den Drang zu unterdrücken, es konnte ja noch nicht so weit sein. 

Nach drei weiteren Wehen, in denen ich nicht Drücken wollte, habe ich der Hebamme die veränderte Situation mitgeteilt und sie hat mich wieder untersucht – 9 cm. Innerhalb einer guten halben Stunde. Nach einer weiteren Wehe war der Muttermund komplett geöffnet und ich sollte mitpressen. So verbrachten wir noch einige Wehen in der Wanne, ehe ich diese verlassen sollte. Schließlich lag ich auf dem Kreißbett und habe in verschiedenen Lagen gepresst bis zum Schluss die Ärztin zweimal den Kristellergriff angewendet hat und das Fräulein ziemlich schnell in die Welt glitt. Wie sich dann herausstellte hatte sie die Nabelschnur um den Hals gewickelt und die Hand während der Geburt am Kopf. Die rasante Geburt und die Nabelschnur haben dafür gesorgt, dass die Werte des Fräuleins direkt nach der Geburt nicht gut waren. Sie war sehr kalt, hatte eine geringe Sauerstoffsättigung und der pH der Nabelschnuraterie war auch bescheiden. Somit wurde das Fräulein, nachdem der Papa die Nabelschnur durchschnitten hatte, erst einmal zu den Kinderärzten zur Untersuchung gebracht.

Nach über einer Stunde, in der wir nichts über unser Kind erfahren haben, wurde sie uns endlich gebracht und ich konnte sie anlegen, was auch gut klappte. Allerdings ging dadurch sie Sauerstoffsättigung wieder herunter, so dass sie erstmal wieder auf die Neonatologie gebracht wurde. Zunächst sollte sie nur die eine Nacht bleiben, dann noch einen Tag, dann wurden erhöhte Entzündungswerte festgestellt und sie brauchte Antibiotika. Somit waren wir insgesamt 8 Tage im Krankenhaus. 

Alles in allem war es eine rasante Geburt. Ob es nun an der Akupunktur lag, die die Geburt um bis zu zwei Stunden verkürzen sollte, oder ob das Mäuslein es einfach nur ziemlich eilig hatte – wer weiß. 

Baby · Familie

10. Monat

Nun geht es also auf die Zielgerade.

Entwicklung des Babys: Unser Baby wächst weiter, allerdings bekommen wir keine Infos mehr über die mögliche Größe bzw. das Gewicht. Der Bauch liegt auch am ET immer noch sehr hoch und die Gebärmutter direkt unter den Rippen.

Entwicklung bei Mama: Das Gewicht legt noch einmal 2 kg zu. Insgesamt sind es nun etwa 18 kg. Ich habe leichte Wassereinlagerungen an den Füßen und Beinen. Der Bauch sinkt nicht, somit merke ich auch nichts davon, dass das Atmen wieder leichter fällt oder das Sodbrennen nachlässt.

Zur Vorbereitung der Geburt beginnen wir drei Wochen vor ET mit Akupunktur. Diese wird von den Hebammen des Geburtsvorbereitungskurses und teilweise auch des Kreißsaals angeboten. Sie soll die Geburt um bis zu zwei Stunden verkürzen und ist gut zu ertragen. Nebenwirkungen könnte leichte Kontraktionen in den 24 Stunden nach der Sitzung sein. Davon habe ich erst nach der letzten Sitzung etwas gemerkt, aber auch nicht sehr stark. Weiterhin soll es auch gegen Wassereinlagerungen helfen.

Kurz vor Weihnachten nehme ich noch an einem Erste-Hilfe-Kurs in der Firma teil. Nach Plan hätte ich ihn im November machen müssen und wenn man schon die Möglichkeit hat, dachte ich, ich nehme sie wahr. Allerdings ist es nicht so ganz einfach mit einem 37-Wochen-Bauch auf dem Boden rumzukriechen und die Herzdruckmassage ist auch verdammt anstrengend. Aber gut, ich habe es überstanden und die Kursleiterin war sehr überrascht, dass ich bereits so weit bin und das noch auf mich nehme.

Zwei Tage später ist Weihnachtsfeier in der Firma. Nett und lustig wie immer, aber auch hier merke ich natürlich, dass ich schwanger bin und das Sitzen auf Bierzeltgarnituren macht sich in meinem Rücken bemerkbar. In der Nacht bekomme ich noch eine schlechte Nachricht, die mich in den nächsten Tagen und leider auch noch einige Monate beschäftigen soll. 

Dann also unser letztes Weihnachten zu zweit ohne das Baby. Irgendwie ist es komisch zu wissen, dass da im nächsten Jahr ein kleines Menschlein dabei sein wird. Das macht alles noch einmal ganz anders. Ähnlich sieht es auch mit Silvester aus. Das nächste Jahr wird verdammt spannend…

Der Start ins neue Jahr ist dann nicht ganz so toll, da es den Verdacht gibt, dass ich ein Präeklampsie entwickelt habe. Beim ersten Kontrolltermin im neuen Jahr ist mein Blutdruck erhöht und es finden sich Proteine im Urin, so dass ich nach zwei Tagen noch einmal zur Kontrolle erscheinen soll. Leider sind die Werte an diesem Tag nicht besser, bzw. noch schlechter. Meine Ärztin leitet mich also für den Nachmittag an den Kreißsaal weiter, die den Blutdruck noch einmal überprüfen sollen und gegebenenfalls einleiten. Ich möchte nicht, dass unser Baby an diesem Wochenende kommt. Ich bin noch nicht bereit dafür und vor allem möchte ich keine Einleitung. Aber es liegt ja nicht in meiner Hand. Am Nachmittag ist der Blutdruck im Normbereich und es sind auch keine Proteine im Urin zu finden. Laut Ärztin im Krankenhaus soll ich mich zum ET bei meiner Ärztin melden, diese hatte mir allerdings gesagt, ich solle mich noch einmal nach dem Wochenende melden, sofern nicht eingeleitet wurde. Nach einem Nachmittag im Kreißsaal machen wir uns also auf den Weg nach Hause und verbringen ansonsten ein ruhiges Wochenende. 

Am ET ist alles weiterhin ruhig und wir warten bis es los geht…

Baby · Familie

9. Monat

Oh oh, da bin ich doch noch 2 Schwangerschaftsmonate und natürlich den Geburtsbericht schuldig…

Was war also im 9. Monat los?

Entwicklung des Babys: Unser Baby legt ordentlich an Gewicht zu: von 1.800 zu Beginn des Monats auf 2.800 g zum Ende. So wird es jedenfalls anhand des Ultraschalls geschätzt. Ansonsten entwickelt es sich ganz prima.

Entwicklung bei Mama: Tja, irgendwie habe ich noch einmal exponantiell zugenommen: in vier Wochen nochmal knappe 4 kg.

Ansonsten habe ich mit Beginn des 9. Monats noch gut 2 Wochen Urlaub, bevor der Mutterschutz startet. Eigentlich will ich den Urlaub nutzen, um alles für das Baby vorzubereiten und das Haus noch einmal auf Hochglanz zu bringen. Ich beginne auch mit einer Grundreinigung des Badezimmers. Leider merke ich am Abend, dass ich mich doch ein wenig übernommen habe. Das ist wirklich neu für mich. Bisher hatte ich zwar Schwierigkeiten mit der Symphyse, aber ansonsten gab es keine Probleme. Nach einem ruhigeren Tag geht es wieder und ich mache mich auch noch an die Küche. Die Neugestaltung des Büros muss allerdings bis nach der Geburt warten.

Nach meinem Urlaub arbeite ich noch zwei Tage lang meine Nachfolgerin ein. Das ist natürlich nicht optimal, aber besser als nichts. Eigentlich wäre ich zu diesem Zeitpunkt bereits im Mutterschutz, aber anders war es leider nicht möglich und für meinen Arbeitgeber kann man so etwas auch mal machen…

Ansonsten geht es weiter mit den Vorbereitungen im Kinderzimmer. So langsam bauen wir die Möbel auf, da wir geplant haben sechs Wochen vor ET das Zimmer soweit fertig zu haben, dass das Baby kommen kann. Außerdem versuche ich herauszufinden, was wir noch brauchen und kaufe peu à peu was noch fehlt.

DIY

Auf den Nadeln Juli

Da habe ich mir doch im Juni vorgenommen, ab nun jeden Monat meine Fortschritte bei Auf den Nadeln von Maschenfein zu teilen, und was ist? Nichts. Ich habe es mal wieder verschwitzt. Und nun ist bereits der Juli fast vorbei… Dabei war ich für mich und mein Stricktempo sogar recht fleißig.

Am Meisten gewachsen ist mein Sonnenliebeschal von Meine fabelhafte Welt. Ich stricke ihn aus Piura von Lamana in altrosa und silbergrau. Angeschlagen wird einfädig mit Nadelstärke 5, hierfür habe ich eine einfache Holzrundstricknadel genutzt, nach einiger Zeit folgt dann der Wechsel auf Stärke 4,5 und zwei Fäden. In Ermangelung einer passenden Nadel habe ich mir kurzfristig eine Metallnadel gekauft und mich damit zunächst gequält. Auch dadurch ist der Schal, den ich bereits im Januar angeschlagen habe, einige Monate liegen geblieben. Durch viele positive Berichte bin ich schließlich auf die Olivenholznadeln von Addi und besonders das Clicksystem aufmerksam geworden. Der Preis hat mich erstmal abgeschreckt, aber als ich auf ein günstiges Angebot stieß, habe ich zugegriffen. Und was soll ich sagen? Sie sind so toll! Man sieht es am Maschenbild, das gleichmäßiger ist und das Stricken geht deutlich flotter von der Hand. Ich bin mit dem Kauf wirklich superglücklich.

Weiterhin habe ich noch zwei Projekte von Stichfest auf den Nadeln. Zum einen habe ich die Babykofte aus Sophias Makeristkurs angeschlagen, die wird aber wohl noch einige Zeit im derzeitigen Stadium verharren, zum anderen habe ich gestern und vorgestern dreimal einen Teststrick für einen Kinderpullover angeschlagen. Beim ersten Mal gefiel mir die Garnkombination nicht und ich war mir auch nicht sicher, ob das Garn reichen würde. Beim zweiten Mal hatte ich einen Fehler, den ich nicht mehr beheben konnte und somit habe ich nun gestern Abend ein drittes Mal angeschlagen, bin aber über das Bündchen noch nicht hinausgekommen, so dass sich ein Bild davon nicht lohnt.