Allgemein · Familie

Stillen oder nicht stillen?

Wie schon bereits in meinem Post über die 2 Monate mit unserem Fräulein geschrieben, hat es bei uns mit dem Stillen nicht geklappt. Natürlich könnte man auch sagen, ich hätte nicht lange genug gekämpft, aber für uns reichte es. Aber ganz von vorne…

Da die Geburt sehr rasant und auch nicht völlig ohne Komplikationen war, mußte das kleine Fräulein ziemlich schnell zu den Kinderärzten und kam auch erst nach über einer Stunde zu uns in den Kreißsaal zurück. Dann wurde sie angelegt und begann auch sofort zu saugen. Es funktionierte gut, aber leider sank durch das Trinken die Sauerstoffsättigung und somit mussten wir es leider vorzeitig beenden. Trotzdem war ich froh, dass es so reibungslos funktioniert hatte. Etwa vier Stunden später fanden wir uns auf der Neonatologie am Bett unserer Tochter wieder und mir wurde gesagt, ich könne sie anlegen, wenn ich das wolle. Gesagt, getan. Es funktionierte und war ein unglaubliches Gefühl. Danach sollte ich drei Stunden später wiederkommen um sie erneut zu stillen.

Somit machte ich mich nach einer Stunde Schlaf und an diesem aufregenden Tag auf den Weg von der Wöchnerinnenstation zur Neo. Und im Prinzip begann hier das „Elend“. Ich kam zu meinem Kind, nahm Platz und das Kind wurde mir gereicht. Nun finde ich, sollte man Mutter und Kind schon ein paar Minuten Zeit lassen sich zu finden. Nein, nachdem unser Fräulein erst einige Sekunden um die Brustwarze herumkreiste, wurde mir unsanft an die Brust gepackt und gleichzeitig der Kopf meines Kindes an selbige gedrückt. Ich fand das unmöglich, aber war viel zu perplex um irgendwas sagen zu können. Nachdem das Fräulein getrunken hatte wurde ich gefragt, ob sie denn nun noch ein Fläschchen bekommen solle. Ich fragte, ob das nötig wäre. Ja, sie solle ja nicht zu viel ab- und schnell wieder zunehmen. Da ich es nicht besser wußte, stimmte ich zu. Und habe dann auch entschieden, dass sie in der Nacht auch eine Flasche bekommen sollte und ich nicht zum Stillen rüber wandern, sondern „nur“ abpumpen würde.

in den nächsten Tagen ging es dann so weiter, dass das Fräulein um 3:00, 7:00, 11:00, 15:00, 19:00 und 23:00 Uhr jeweils gestillt wurde, danach ein Fläschchen (zunächst Babynahrung, später Muttermilch) bekam und ich danach noch abgepumpt habe. Im Krankenhaus, wo man ja auch sonst nichts zu tun hat ist das in Ordnung, aber Zuhause doch schwer umsetzbar. Jedenfalls hatte die Kleine nach 5 Tagen ihr Geburtsgewicht wieder. Und in den ersten drei Tagen ging auch die „Hilfe“ beim Stillen ähnlich vonstatten wie bereits am ersten Tag. Mir wurde sofort an die Brust gepackt und das Kind angedrückt, es gab Glucose, damit sie schneller zu saugen begann, oder Stillhütchen, weil meine Brustwarzen „zu flach“ wären. Jeder sagte etwas anderes und ich wurde immer unsicherer.

Nach acht Tagen waren wir dann Zuhause. Wieder alles neu. Immerhin hatten wir dank Hilfe eines Freundes bereits eine Milchpumpe da und noch einen Vorrat an Muttermilch aus dem Krankenhaus. Laut unserer Hebamme brauchten wir nun aber nicht mehr zufüttern, da das Fräulein alt und groß genug wäre, um eigenständig die erforderliche Menge aus der Brust zu trinken. Also stillten wir nur noch und ich reduzierte auch das Abpumpen. Über Tag war alles gut, das Fräulein kam alle 3-5 Stunden, nur gegen Abend war sie nicht zufrieden zu stellen. Sie weinte viel, wollte ständig trinken. Aber man soll doch nicht jede Stunde stillen… Irgendwann wußten wir uns nicht mehr zu helfen und haben ihr eine Flasche Babynahrung gemacht. Und siehe da: Sie schlief. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Wir haben 5 Stunden lang versucht, das Kind zu beruhigen und als sie eine Flasche bekam, war alles gut.

Hinzu kam, dass sich bereits im Krankenhaus meine linke Brustwarze entzündet hatte und dies trotz Creme und Kompressen nicht heilen wollte. Irgendwann mußte ich also links wieder mit Stillhütchen stillen. Zwei Tage funktionierte es gut, die Brustwarze heilte, also ließ ich das Fräulein wieder daran trinken. Leider hat sie mir dabei wieder einmal so darauf „gebissen“, dass am nächsten Tag wieder das Stillhütchen zum Einsatz kommen mußte. Dies wollte das Fräulein aber nicht akzeptieren. Also haben wir ihr wieder eine Flasche gemacht. Als unsere Hebamme das hörte kam sie sofort vorbei, hat das Fräulein gewogen und festgestellt, dass sie nicht weiter zugenommen hatte. Sie bekam also wirklich zu wenig zu essen. Wir beschlossen somit einige Mahlzeiten durch Babynahrung zu ersetzen und zu den anderen abgepumpte Muttermilch zu füttern. Schnell stellte sich aber beim Abpumpen heraus, dass ich viel zu wenig Milch hatte und diese auch noch stetig weniger wurde. Somit haben wir nach ca. 3 Wochen das Stillen bzw. die Fütterung mit Muttermilch eingestellt.

Wenn man immer liest, dass Muttermilch das Beste für das Kind ist und wie vehement das auch von manchen verteidigt wird, hat man ja wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn es nicht funktioniert. Und vor allem, wenn man dann auch noch für sich denkt, dass man irgendwie froh ist, diesen Stress hinter sich zu lassen. Aber ich muss sagen, dass es uns damit wirklich gut geht. Das Fräulein hat in den ersten Tagen alles bekommen, was es brauchte und wächst und gedeiht nun prächtig. Und mir geht es deutlich besser, da ich mir keine Gedanken mehr machen muss, ob mein Kind satt wird und es auch ohne Schwierigkeiten mal für kurze Zeit abgeben kann.

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Einen Rat bitte

Seit gestern grübele ich über etwas und bräuchte mal einen Rat. Vielleicht hat ja jemand damit Erfahrung oder kann mir anderweitig weiterhelfen. Wie ja bekannt stehen wir hier kurz vor der Entbindung unseres ersten gemeinsamen Kindes. Nun haben wir Freunde, die ebenfalls ein Kind erwarten. Leider haben sie am Mittwoch erfahren, dass das Kind nicht lebensfähig sein wird. Viel mehr weiß ich auch nicht. Ich kenne den Grund und habe mich ein wenig im Netz schlau gemacht. Ich weiß nun nur nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll, da wir natürlich sehr froh über unsere bisher unkomplizierte Schwangerschaft sind und man die auch nicht übersehen kann. Schriftlich habe ich meine Unterstützung angeboten, kann aber auch verstehen, wenn dies nicht angenommen wird. Hat vielleicht irgendwer einen Rat für mich?

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2 Wochen Urlaub

Nun habe ich schon seit 2 Wochen „Urlaub“ und eigentlich habe ich gedacht, dass ich nun doch so einiges verbloggen könnte (auch um einen Zeitvertreib zu haben). Und was ist? Ich komme noch nicht einmal dazu, die von mir abonierten Blogs zu lesen.

Was habe ich also in den letzten beiden Wochen gemacht? Begonnen habe ich damit, das Haus sauber zu machen und habe Badezimmer und Küche „grundgereinigt“, dann habe ich die ganzen Babysachen gewaschen ( und dabei auch noch schön eine Maschine verfärbt…:-() und noch einiges, was in den letzten Wochen und Monaten liegen geblieben ist gebügelt. Außerdem war ich beim Zahnarzt, habe mir die Füße schön machen lassen und habe noch einige Sachen für das Schröderlein geshoppt. Und dann kam in der letzten Woche unser Kinderwagen und den habe ich auch noch zusammengebaut. Der werdende Vater ist gerade dabei den Schrank aufzubauen und damit wären dann auch die Möbel komplett und ich kann die gewaschenen Sachen einräumen.

Die restliche Zeit habe ich dann noch mit lesen und stricken verbracht. Ich bin gerade an einem Norwegerjäckchen, das mir auch sehr gut gefällt, aber mit dem steeken bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich hoffe, dass das alles hält. Aber das werde ich auch noch einmal separat verbloggen.

In der kommenden Woche muß ich dann noch 2 Tage arbeiten und meine Nachfolgerin anlernen. Und dann bin ich ganz offiziell im Mutterschutz. Die Zeit rast und ich habe ein bißchen Angst, dass die letzten 6-8 Wochen viel zu schnell vergehen. Ich werde versuchen, die Zeit so gut wie möglich zu genießen…

Nun wünsche ich Euch aber erstmal einen schönen 1. Advent und eine ruhige Adventszeit!

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Mommy tights

In den letzten Wochen bin auf mehreren Mamablogs über die Mommy tights von Kunert gestoßen. Ich trage eigentlich sehr gerne Kleider und Röcke, wenn nur diese lästigen Strumpfhosen nicht wären. Im Winter trage ich dann auch eigentlich lieber Leggings und Stiefel, finde ich bequemer. Aber gut, generell finde ich Röcke und Kleider gerade im Moment ganz praktisch, da mir hier auch noch meine „normalen“ Sachen (z.B. Strickkleider und Jeansrock passen), daher habe ich mir vor ein paar Wochen ein Doppelpack Mamastrumpfhosen beim Klamottenschweden gekauft und auch direkt probiert. Leider haben diese an der Rückseite 2 Nähte, die mir am ersten Tag solche Schmerzen bereitet haben, dass ich erstmal etwas Pause brauchte. Beim zweiten Tragen war es dann nicht mehr so schlimm, aber irgendwie hat es mich doch abgeschreckt. Daher habe ich mich in der letzten Woche dazu durchgerungen das Geld für die Strumpfhose von Kunert in die Hand zu nehmen und diese in 80 DEN und schwarz gekauft. Am Samstag war dann der große Tag und zunächst war ich etwas überrascht als ich mir die Größentabelle angeschaut habe: Demnach hätte ich, bei meiner Größe und meinem derzeitigen Gewicht, die größte Größe kaufen sollen, ich hatte mich aber, da ich mit meiner eigentlichen Größe zwischen II und III lag, der Bequemlichkeit halber für die III entschieden.

Somit habe ich mich dann in die Strumphose gequetscht, was ja beim ersten Anziehen normal ist. Als ich Strumpfhose an hatte fühlte es sich im Höschenbereich der Beine aber nicht so bequem an, am Bauch war es eigentlich ok. Also zog ich die Strumpfhose wieder aus und habe mir die sogenannten Flottungen angesehen und zwei von ihnen mit dem beigelegten Kutter geöffnet. Und was soll ich sagen, es war deutlich besser, da die Flottungen eben auch bis in den Bereich der Beine reichen.

Das Tragen war und ist sehr angenehm. Allerdings kann ich nun sagen, dass mir die Strumpfhose fast ein wenig zu groß ist, denn ich habe eine gewisse Menge Stoff, die ich immer weiter nach oben ziehen kann bzw. wenn ich das nicht konsequent mache, habe ich Falten an den Knien. Da sollte Kunert sich vielleicht nochmal überlegen, ob die Tabelle nicht für Schwangere noch angepasst werden müßte… Ansonsten ist ein tolles Produkt und ich werde es hoffentlich noch häufiger tragen.

 

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Veränderungen

Vor einiger Zeit habe ich begonnen einen Blog zu schreiben. Zunächst nur für mich und  sehr sporadisch – ohne wirkliches Konzept oder feste Themen. Ich habe über das geschrieben, was mich gerade bewegt hat oder Dinge, die ich gemacht habe. Teilweise auch über Privates. Dies kam leider nur sehr bedingt gut an. Durch Kommentare auf anderen Blogs und die Teilnahme an regelmäßigen Bloggeraktionen kamen immer mehr Leser dazu und es begann mir auch immer mehr Spaß zu machen.

Vor zweieinhalb Jahren reifte in uns der Entschluss ein Haus zu bauen, und da ich mich gerne in Baublogs informiert und inspiriert lassen habe, lag es nahe auch den Bau und die Einrichtung unseres Hauses schriftlich festzuhalten. Hier wurde dann auch die Öffentlichkeit zum ersten Mal zu einem wirklichen Thema und ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie viel Privates ich öffentlich machen kann und will. Aus diesem Grund habe ich auch nur ganz wenig über unsere Hochzeit veröffentlicht. Irgendwann gab es dann noch einen Troll auf dem Blog, der mir endgültig den Spaß am Bloggen genommen hat.

Und nun bin ich hier. Es gibt mal wieder Veränderungen, die sich nach Hausbau und Hochzeit so anschließen (jedenfalls, wenn man es klassisch macht ;-)).  Und ich habe mir gedacht, ich versuche es noch einmal und starte ganz neu.