Familie

Urlaub mit Baby oder: es kommt alles anders als gedacht

Wir waren im Urlaub. Der erste zu dritt. Es war schön, es war anders, es war spannend und gewöhnungsbedürftig. Aber der Reihe nach…

Wohin fährt man mit Baby?

In den letzten Jahren waren wir im Urlaub immer in südlichen Gefilden und ich bin bekennender Sonnenliebhaber. Für mich hat Urlaub mit Meer, Strand und eigentlich auch mit schönem Wetter zu tun. Daher hießen die letzten Ziele Kreta, Algarve und Fuerteventura. Setzt man sich mit einem sieben Monate alten Baby für mehrere Stunden in ein Flugzeug? Einige werden sagen „klar, warum nicht?“, andere „bloß nicht“. Wir waren da auch sehr gespalten. Zum Einen wollten wir gerne in die Sonne, zum Anderen ist man von unserem Wohnort aber auch erstmal mindestens zwei Stunden mit dem Auto zum Flughafen unterwegs. Somit kommt schon einiges an Reisezeit zusammen.

Somit kamen wir schließlich zu dem Schluss, wir bleiben in Deutschland. Nun war also die Frage wohin es hier gehen sollte. Wir wollten nicht zu lange im Auto sitzen, das war ja schließlich schon ein Kriterium bei der Flugreise, somit fiel der Süden des Landes schonmal aus. Schleswig-Holstein wäre schön, aber auch immer noch einige Stunden Autofahrt entfernt. Also an die niedersächsische Nordsee. Das heißt für mich Insel und dann am Liebsten Juist.

Hotel oder Ferienwohnung?

Damit kamen wir zur nächsten Frage: Hotel oder Ferienwohnung? Generell bin ich ja eher der Typ „ich lass mich im Urlaub gerne verwöhnen und will dann nicht auch noch kochen etc.“, aber mit Baby wurde mir schnell klar, dass ein separates Zimmer und wenigstens eine Kochnische nicht verehrt wären. Auf der Suche nach einer passenden Ferienwohnung stellte ich aber schnell fest, dass man für den Preis auch ein Zimmer in einem guten Hotel bekommen könnte. Nach einigem Suchen wurde ich aber fündig bei der Strandburg.

Dies ist ein Appartementhaus mit verschiedenen unterschiedlich großen Appartements für 2-6 Personen. Wir hatten ein Appartement für 3, mit einem separaten Schlafzimmer. Das Babybett und den Hochstuhl konnten wir direkt dazu buchen. Im Keller gab es einen Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna. Bettwäsche, Handtücher und sogar Bademäntel waren im Preis enthalten. Das Appartement war klein, aber ausreichend für uns drei und die Betreuung war sehr nett.

Und wie war es jetzt?

Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück. Am Anreisetag war Spitzenwetter und wir konnten sogar noch einen Strandspaziergang machen. Hier konnte unser Kinderwagen auch endlich mal unter Beweis stellen, dass er wirklich gelände- und auch strandtauglich ist. Wir konnten ihn auf zwei Rädern gut durch den Sand ziehen und dann an der Wasserkante spazieren gehen. Viele andere Wagen mußten oben am Weg stehen bleiben.

In den folgenden Tagen hatten wir so ziemlich alles an Wetter, was es so gibt. Meist hat es am Morgen und/oder Vormittag geregnet, windig war es sowieso und am Nachmittag kam dann die Sonne raus, so dass wir noch gut Spazierengehen konnten. Leider waren die Temperaturen nicht mehr so warm wie noch am Anreisetag und der Wind tat sein Übriges. Aber wir konnten uns ja einpacken.

Leider ging es dem Fräulein ab Mitte der Woche nicht so gut. Sie hatte plötzlich in der Nacht Fieber und an Schlaf war nur bedingt zu denken. Am nächsten Tag ging es ihr etwas besser, aber zum Abend kehrte das Fieber zurück und auch die nächste Nacht war sehr unruhig. Am Morgen machte sie wieder einen guten Eindruck, so dass wir die Überlegung bereits einen Tag vorher abzureisen verwarfen. Im Laufe des Tages hatten wir dann ein schlechtes Gewissen, da das Fräulein doch immer noch kränkelte, aber zum Abend wurde es immer besser und am nächsten Morgen begrüßte uns unser „altes“ Fräulein wieder.

Was das nun war? Wir wissen es nicht. Wir haben es einfach mal auf die Zähne geschoben, allerdings zeigt sich der Übeltäter immer noch nicht, so dass ich langsam daran zweifle. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es eine Mittelohrentzündung sein könnte, aber nun ist alles wieder ok und sie zeigte eigentlich auch keine Anzeichen.

Als Fazit: Urlaub mit Baby ist was völlig anderes als ohne, da man sich, wie im gesamten Leben, auf den kleinen Menschen einstellt und nach ihm richtet. So sind wir deutlich früher aufgestanden als sonst, haben deutlich mehr Zeit in der Wohnung verbracht und fast jeden Abend selbst gekocht. Es war eine schöne Zeit, weil man mal etwas anderes gesehen hat. Es war aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich denke aber, die nächsten Urlaube werden wieder anders und besser, da das Fräulein ja schließlich immer größer wird.

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8 Monate fraeuleinschroeder

Und wieder ist ein Monat um. Nachdem im letzten Monat das Sitzen und das Töpfchen dazu gekommen sind, hat sich entwicklungsmäßig diesen Monat gefühlt nicht so viel getan. Allerdings hatte der Papa in diesem Monat seinen zweiten Elternzeitmonat und das hat beiden auch ziemlich gut getan. 

Die erste Erkältung

Dann hatten wir unsere erste Krankheit. Das Fräulein hatte eine Erkältung, die sich in einer ziemlich unruhigen Nacht mit erhöhter Temperatur geäußert hat. Danach ging es ihr allerdings erstaunlich schnell wieder gut. Ein paar Tage lief das Näschen noch ein bißchen, aber auch nicht zu extrem. Mama hat es da deutlich schlimmer niedergestreckt.

Das erste Zähnchen

Wir haben unseren ersten Zahn! Es hat sich ja schon lange angekündigt, durch Sabbern und auch optisch und nun ist es endlich da: das erste Zähnchen. Ich hatte es im Zusammenhang mit der Erkältung ja bereits vermutet und ungefähr eine Woche später war er dann endlich da. Nun warten wir auf Nr. 2 und hatten eigentlich schon den Verdacht, dass er mit Fieber kommt, aber er zeigt sich auch nach zwei Wochen immer noch nicht.

Der erste Urlaub

Und wir waren im Urlaub. Zum ersten Mal zu dritt. Es war spannend, es war schön, es war ungewohnt und es gab auch nicht so tolle Erfahrungen. Aber darüber werde ich in einem separaten Post nochmal schreiben. Ich kann aber sagen, dass das Fräulein es eigentlich ganz gut mitgemacht hat und ich denke, wir werden noch öfters verreisen.

Der nächste Schub?

Seit ein paar Tagen ist das Fräulein zum richtigen Klammeräffchen geworden. Ständig will sie auf den Arm und am Liebsten herumgetragen werden. Irgendwie passt es zeitlich und von der Beschreibung zum 37-Wochen-Schub. Auch die Nächte sind deutlich unruhiger geworden. Man merkt auch, dass sie sich gerade wieder ein bißchen verändert. Mal schauen, was die nächsten zwei Wochen so bringen.

Familie

7 Monate fraeuleinschroeder

Inzwischen ist das Fräulein sieben Monate alt und in diesem Monat hat sich viel getan. Das Fräulein kann jetzt sitzen. Sie schafft es natürlich noch nicht, sich selbstständig hinzusetzen, aber wenn man ihr dabei hilft, sitzt sie schon ziemlich sicher. Ich denke, auch das Füttern im Hochstuhl hat dazu beigetragen. Einen neuen Hochstuhl haben wir uns in diesem Monat auch gekauft. Ich wollte gerne einen Treppenhochstuhl, der mitwächst, und ich habe gemerkt, dass das Fräulein langfristig auch eine Fußstütze braucht. Bisher haben immer meine Beine dazu gedient… Nach langer Recherche und vielem Überlegen ist es schließlich der Klassiker von Stokke geworden. Und bisher sind wir sehr zufrieden.

Baby · Familie

10. Monat

Nun geht es also auf die Zielgerade.

Entwicklung des Babys: Unser Baby wächst weiter, allerdings bekommen wir keine Infos mehr über die mögliche Größe bzw. das Gewicht. Der Bauch liegt auch am ET immer noch sehr hoch und die Gebärmutter direkt unter den Rippen.

Entwicklung bei Mama: Das Gewicht legt noch einmal 2 kg zu. Insgesamt sind es nun etwa 18 kg. Ich habe leichte Wassereinlagerungen an den Füßen und Beinen. Der Bauch sinkt nicht, somit merke ich auch nichts davon, dass das Atmen wieder leichter fällt oder das Sodbrennen nachlässt.

Zur Vorbereitung der Geburt beginnen wir drei Wochen vor ET mit Akupunktur. Diese wird von den Hebammen des Geburtsvorbereitungskurses und teilweise auch des Kreißsaals angeboten. Sie soll die Geburt um bis zu zwei Stunden verkürzen und ist gut zu ertragen. Nebenwirkungen könnte leichte Kontraktionen in den 24 Stunden nach der Sitzung sein. Davon habe ich erst nach der letzten Sitzung etwas gemerkt, aber auch nicht sehr stark. Weiterhin soll es auch gegen Wassereinlagerungen helfen.

Kurz vor Weihnachten nehme ich noch an einem Erste-Hilfe-Kurs in der Firma teil. Nach Plan hätte ich ihn im November machen müssen und wenn man schon die Möglichkeit hat, dachte ich, ich nehme sie wahr. Allerdings ist es nicht so ganz einfach mit einem 37-Wochen-Bauch auf dem Boden rumzukriechen und die Herzdruckmassage ist auch verdammt anstrengend. Aber gut, ich habe es überstanden und die Kursleiterin war sehr überrascht, dass ich bereits so weit bin und das noch auf mich nehme.

Zwei Tage später ist Weihnachtsfeier in der Firma. Nett und lustig wie immer, aber auch hier merke ich natürlich, dass ich schwanger bin und das Sitzen auf Bierzeltgarnituren macht sich in meinem Rücken bemerkbar. In der Nacht bekomme ich noch eine schlechte Nachricht, die mich in den nächsten Tagen und leider auch noch einige Monate beschäftigen soll. 

Dann also unser letztes Weihnachten zu zweit ohne das Baby. Irgendwie ist es komisch zu wissen, dass da im nächsten Jahr ein kleines Menschlein dabei sein wird. Das macht alles noch einmal ganz anders. Ähnlich sieht es auch mit Silvester aus. Das nächste Jahr wird verdammt spannend…

Der Start ins neue Jahr ist dann nicht ganz so toll, da es den Verdacht gibt, dass ich ein Präeklampsie entwickelt habe. Beim ersten Kontrolltermin im neuen Jahr ist mein Blutdruck erhöht und es finden sich Proteine im Urin, so dass ich nach zwei Tagen noch einmal zur Kontrolle erscheinen soll. Leider sind die Werte an diesem Tag nicht besser, bzw. noch schlechter. Meine Ärztin leitet mich also für den Nachmittag an den Kreißsaal weiter, die den Blutdruck noch einmal überprüfen sollen und gegebenenfalls einleiten. Ich möchte nicht, dass unser Baby an diesem Wochenende kommt. Ich bin noch nicht bereit dafür und vor allem möchte ich keine Einleitung. Aber es liegt ja nicht in meiner Hand. Am Nachmittag ist der Blutdruck im Normbereich und es sind auch keine Proteine im Urin zu finden. Laut Ärztin im Krankenhaus soll ich mich zum ET bei meiner Ärztin melden, diese hatte mir allerdings gesagt, ich solle mich noch einmal nach dem Wochenende melden, sofern nicht eingeleitet wurde. Nach einem Nachmittag im Kreißsaal machen wir uns also auf den Weg nach Hause und verbringen ansonsten ein ruhiges Wochenende. 

Am ET ist alles weiterhin ruhig und wir warten bis es los geht…

Baby · Familie

9. Monat

Oh oh, da bin ich doch noch 2 Schwangerschaftsmonate und natürlich den Geburtsbericht schuldig…

Was war also im 9. Monat los?

Entwicklung des Babys: Unser Baby legt ordentlich an Gewicht zu: von 1.800 zu Beginn des Monats auf 2.800 g zum Ende. So wird es jedenfalls anhand des Ultraschalls geschätzt. Ansonsten entwickelt es sich ganz prima.

Entwicklung bei Mama: Tja, irgendwie habe ich noch einmal exponantiell zugenommen: in vier Wochen nochmal knappe 4 kg.

Ansonsten habe ich mit Beginn des 9. Monats noch gut 2 Wochen Urlaub, bevor der Mutterschutz startet. Eigentlich will ich den Urlaub nutzen, um alles für das Baby vorzubereiten und das Haus noch einmal auf Hochglanz zu bringen. Ich beginne auch mit einer Grundreinigung des Badezimmers. Leider merke ich am Abend, dass ich mich doch ein wenig übernommen habe. Das ist wirklich neu für mich. Bisher hatte ich zwar Schwierigkeiten mit der Symphyse, aber ansonsten gab es keine Probleme. Nach einem ruhigeren Tag geht es wieder und ich mache mich auch noch an die Küche. Die Neugestaltung des Büros muss allerdings bis nach der Geburt warten.

Nach meinem Urlaub arbeite ich noch zwei Tage lang meine Nachfolgerin ein. Das ist natürlich nicht optimal, aber besser als nichts. Eigentlich wäre ich zu diesem Zeitpunkt bereits im Mutterschutz, aber anders war es leider nicht möglich und für meinen Arbeitgeber kann man so etwas auch mal machen…

Ansonsten geht es weiter mit den Vorbereitungen im Kinderzimmer. So langsam bauen wir die Möbel auf, da wir geplant haben sechs Wochen vor ET das Zimmer soweit fertig zu haben, dass das Baby kommen kann. Außerdem versuche ich herauszufinden, was wir noch brauchen und kaufe peu à peu was noch fehlt.

Allgemein · Familie

Stillen oder nicht stillen?

Wie schon bereits in meinem Post über die 2 Monate mit unserem Fräulein geschrieben, hat es bei uns mit dem Stillen nicht geklappt. Natürlich könnte man auch sagen, ich hätte nicht lange genug gekämpft, aber für uns reichte es. Aber ganz von vorne…

Da die Geburt sehr rasant und auch nicht völlig ohne Komplikationen war, mußte das kleine Fräulein ziemlich schnell zu den Kinderärzten und kam auch erst nach über einer Stunde zu uns in den Kreißsaal zurück. Dann wurde sie angelegt und begann auch sofort zu saugen. Es funktionierte gut, aber leider sank durch das Trinken die Sauerstoffsättigung und somit mussten wir es leider vorzeitig beenden. Trotzdem war ich froh, dass es so reibungslos funktioniert hatte. Etwa vier Stunden später fanden wir uns auf der Neonatologie am Bett unserer Tochter wieder und mir wurde gesagt, ich könne sie anlegen, wenn ich das wolle. Gesagt, getan. Es funktionierte und war ein unglaubliches Gefühl. Danach sollte ich drei Stunden später wiederkommen um sie erneut zu stillen.

Somit machte ich mich nach einer Stunde Schlaf und an diesem aufregenden Tag auf den Weg von der Wöchnerinnenstation zur Neo. Und im Prinzip begann hier das „Elend“. Ich kam zu meinem Kind, nahm Platz und das Kind wurde mir gereicht. Nun finde ich, sollte man Mutter und Kind schon ein paar Minuten Zeit lassen sich zu finden. Nein, nachdem unser Fräulein erst einige Sekunden um die Brustwarze herumkreiste, wurde mir unsanft an die Brust gepackt und gleichzeitig der Kopf meines Kindes an selbige gedrückt. Ich fand das unmöglich, aber war viel zu perplex um irgendwas sagen zu können. Nachdem das Fräulein getrunken hatte wurde ich gefragt, ob sie denn nun noch ein Fläschchen bekommen solle. Ich fragte, ob das nötig wäre. Ja, sie solle ja nicht zu viel ab- und schnell wieder zunehmen. Da ich es nicht besser wußte, stimmte ich zu. Und habe dann auch entschieden, dass sie in der Nacht auch eine Flasche bekommen sollte und ich nicht zum Stillen rüber wandern, sondern „nur“ abpumpen würde.

in den nächsten Tagen ging es dann so weiter, dass das Fräulein um 3:00, 7:00, 11:00, 15:00, 19:00 und 23:00 Uhr jeweils gestillt wurde, danach ein Fläschchen (zunächst Babynahrung, später Muttermilch) bekam und ich danach noch abgepumpt habe. Im Krankenhaus, wo man ja auch sonst nichts zu tun hat ist das in Ordnung, aber Zuhause doch schwer umsetzbar. Jedenfalls hatte die Kleine nach 5 Tagen ihr Geburtsgewicht wieder. Und in den ersten drei Tagen ging auch die „Hilfe“ beim Stillen ähnlich vonstatten wie bereits am ersten Tag. Mir wurde sofort an die Brust gepackt und das Kind angedrückt, es gab Glucose, damit sie schneller zu saugen begann, oder Stillhütchen, weil meine Brustwarzen „zu flach“ wären. Jeder sagte etwas anderes und ich wurde immer unsicherer.

Nach acht Tagen waren wir dann Zuhause. Wieder alles neu. Immerhin hatten wir dank Hilfe eines Freundes bereits eine Milchpumpe da und noch einen Vorrat an Muttermilch aus dem Krankenhaus. Laut unserer Hebamme brauchten wir nun aber nicht mehr zufüttern, da das Fräulein alt und groß genug wäre, um eigenständig die erforderliche Menge aus der Brust zu trinken. Also stillten wir nur noch und ich reduzierte auch das Abpumpen. Über Tag war alles gut, das Fräulein kam alle 3-5 Stunden, nur gegen Abend war sie nicht zufrieden zu stellen. Sie weinte viel, wollte ständig trinken. Aber man soll doch nicht jede Stunde stillen… Irgendwann wußten wir uns nicht mehr zu helfen und haben ihr eine Flasche Babynahrung gemacht. Und siehe da: Sie schlief. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Wir haben 5 Stunden lang versucht, das Kind zu beruhigen und als sie eine Flasche bekam, war alles gut.

Hinzu kam, dass sich bereits im Krankenhaus meine linke Brustwarze entzündet hatte und dies trotz Creme und Kompressen nicht heilen wollte. Irgendwann mußte ich also links wieder mit Stillhütchen stillen. Zwei Tage funktionierte es gut, die Brustwarze heilte, also ließ ich das Fräulein wieder daran trinken. Leider hat sie mir dabei wieder einmal so darauf „gebissen“, dass am nächsten Tag wieder das Stillhütchen zum Einsatz kommen mußte. Dies wollte das Fräulein aber nicht akzeptieren. Also haben wir ihr wieder eine Flasche gemacht. Als unsere Hebamme das hörte kam sie sofort vorbei, hat das Fräulein gewogen und festgestellt, dass sie nicht weiter zugenommen hatte. Sie bekam also wirklich zu wenig zu essen. Wir beschlossen somit einige Mahlzeiten durch Babynahrung zu ersetzen und zu den anderen abgepumpte Muttermilch zu füttern. Schnell stellte sich aber beim Abpumpen heraus, dass ich viel zu wenig Milch hatte und diese auch noch stetig weniger wurde. Somit haben wir nach ca. 3 Wochen das Stillen bzw. die Fütterung mit Muttermilch eingestellt.

Wenn man immer liest, dass Muttermilch das Beste für das Kind ist und wie vehement das auch von manchen verteidigt wird, hat man ja wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn es nicht funktioniert. Und vor allem, wenn man dann auch noch für sich denkt, dass man irgendwie froh ist, diesen Stress hinter sich zu lassen. Aber ich muss sagen, dass es uns damit wirklich gut geht. Das Fräulein hat in den ersten Tagen alles bekommen, was es brauchte und wächst und gedeiht nun prächtig. Und mir geht es deutlich besser, da ich mir keine Gedanken mehr machen muss, ob mein Kind satt wird und es auch ohne Schwierigkeiten mal für kurze Zeit abgeben kann.

Familie

2 Monate fraeuleinschroeder

Nachdem die Schwangerschaftshormone abgebaut und die andauernde Müdigkeit ein wenig verflogen ist, ist mir klar geworden, dass, ich frauschroeder bin unser Mäuslein ja das fraeuleinschroeder ist. Daher werde ich sie ab jetzt als Fräulein bezeichnen.

Und das Fräulein ist nun bereits 2 Monate alt. Es waren spannende, aufregende und vor allem sehr kurze 2 Monate. Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben, dass ich nun Mama dieses kleinen süßen Wesens bin. Wie sich herausgestellt hat, hat das Fräulein in der ersten Woche Zuhause wirklich zu wenig zu essen bekommen. Bedingt durch eine Brustwarzenentzündung, die ich mir bereits im Krankenhaus geholt hatte, konnte ich auf der einen Seite nur noch mit Stillhütchen stillen. Und das fand das Fräulein nach ein paar Tagen so doof, dass sie nicht mehr aus dieser Brust trinken wollte. Ich habe dann kurzen Prozess gemacht und ihr die Flasche gegeben. Genau zu diesem Zeitpunkt rief unsere Hebamme an und als sie hörte, dass wir am Flasche füttern wären, meinte sie, sie käme direkt vorbei. Sie meinte dann das Fräulein sollte nun etwa 100-120 ml pro Mahlzeit trinken – sie kam aber per Flasche bei uns auf ca. 70 ml. Beim Wiegen zeigte sich, dass sie in den letzten 3 Tagen nicht zugenommen hatte. Wir haben sie dann noch einmal angelegt, ihr noch ein kleines Fläschchen gemacht und ich habe abgepumpt, wovon sie auch noch getrunken hat. Und in Summe kamen wir so dann auch auf die nötige Menge. Daraus ergab sich, dass wir ab diesem Zeitpunkt einige Mahlzeiten durch Pre-Nahrung ersetzten und ich zusätzlich abgepumpt habe und sie die abgepumpte Milch zu den anderen Mahlzeiten bekam. Dabei stellte sich aber sehr schnell heraus, dass meine Milchmenge rapide abnahm und somit haben wir nach ca. 3 Wochen, das Fräulein komplett auf künstliche Nahrung umgestellt.

Leider gab es dadurch zunächst noch Schwierigkeiten mit dem Bäuchlein, da sich dieses ja nun auf die andere Nahrung einstellen mußte. Somit kann ich sagen, dass der erste Monat nicht ganz einfach war. Dann sind wir gleich weiter in den ersten Wachstumsschub gerutscht. Es ist schon komisch nicht zu wissen, warum das Kind plötzlich völlig anders und neben der Spur ist, um dann am nächsten oder übernächsten Tag festzustellen, dass es anders reagiert.

Irgendwie liefen die Tage dann weiter. Der Papa mußte wieder arbeiten und wir uns erst einmal eingrooven. Besonders die Nächte machten mir noch arg zu schaffen. Das Fräulein hat sich nach ca. 4 Wochen gegen acht Uhr abends (auch mal um sieben oder halb neun) ins Bett legen lassen, wurde dann aber zwischen elf und zwölf wach um zu trinken. Und dann das nächste mal zwischen zwei und drei. Das waren sehr harte Tage, aber zum Glück gingen sie vorbei und irgendwann kam sie gegen eins bis zwei und dann wieder gegen 5/6 Uhr. Und seit letzter Woche schläft sie wirklich durch: von acht bis mindestens fünf. Zweimal mußte ich mit dem Schnuller nachhelfen, aber auch das hat funktioniert. Und damit sind meine Tage auch deutlich besser. Allerdings ist sie dadurch natürlich auch tagsüber deutlich länger wach, möchte beschäftigt werden oder trinken. Ich merke deutlich, dass sie sich die fehlende Mahlzeit vormittags und am späten Nachmittag nach- bzw. vorholt. Aber so lange sie so gut schläft ist das natürlich vollkommen in Ordnung.

Inzwischen hatte sie auch schon den nächsten Wachstumsschub und lächelt und lacht ziemlich viel. Insgesamt habe ich das Gefühl inzwischen deutlich mehr mit ihr anfangen zu können. Und irgendwann schaffe ich auch wieder meinen Haushalt…

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8. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 1.800 g. 
Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +1,6 kg. Die Symphyse schmerzt weiterhin
In der 30. Woche beginnt der Geburtsvorbereitungskurs. Wir sind 12 Frauen zwischen 24 und 39 Jahren. Die Geburtstermine liegen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. Zufällig ist ein Großteil im medizinischen Bereich tätig. Es werden verschiedene Themen, wie z.B. die Geburt, das Stillen und das Wochenbett besprochen und noch Entspannungsübungen durchgeführt. Irgendwie hatte ich erwartet, dass auch mehr auf die Babypflege etc. eingegangen wird, aber das wurde nur ganz peripher angesprochen. 
Zu Beginn des Kurses wurden die Mutterpässe kontrolliert und fast alle Kinder waren noch in einer Beckenendlage. So auch unsere Kleine. Aber sie hätten ja auch noch Zeit, meint die Hebamme. Am Freitag nach dem ersten Kurs fühlt sich mein Bauch plötzlich irgendwie seltsam an. Die Tritte sind nun nicht mehr in der Leistengegend zu spüren, sondern an der Seite. Am Samstag sieht man dann sogar, dass das Baby quer in meinem Bauch liegt. Anscheinend hat es sich nun also doch in die Schädellage gedreht, denn beim nächsten Ultraschall befindet es sich in dieser. Allerdings liegt sowohl das Kind als auch die Gebärmutter ziemlich weit oben, der Fundusstand ist immer noch direkt unter dem Rippenbogen.

Familie

7. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 1.200 g. Auch die dritte Ultraschalluntersuchung ist unauffällig. Aber das Baby ist immer noch verhältnismäßig klein.

Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +4,4 kg. Schockierend! Die Gebärmutter sitzt relativ hoch, schon knapp unter dem Rippenbogen.

Der siebte Monat war eigentlich recht unspektakulär. Ich habe mich inzwischen gut an die Schwangerschaft und die veränderten Gegebenheiten gewöhnt. Der Bauch wächst und das Gewicht steigt rasant. Entgegen den Lehrbüchern ist meine Gebärmutter bereits relativ hoch, aber dafür nicht besonders weit nach vorne gewölbt. Das soll auch noch relativ lange so bleiben. Leider bemerke ich Anfang Oktober eine Veränderung, die mich noch sehr lange begleiten soll: ich habe beim Umdrehen im Liegen einen stechenden Schmerz am Schambein, den ich erst einmal nicht einzuordnen weiß. Es stellt sich als Symphysenlockerung heraus. Die hindert mich daran, weiter Zumba zu machen, da ich mich teilweise kaum noch bewegen kann – obwohl es durch Bewegung besser wird. Aber nachdem ich gesessen habe, dauert es erst immer wieder, bis ich vernünftig laufen kann. Sitzen und stehen sind auch zwei „Tätigkeiten“, die nicht förderlich sind, aber was soll ich im Büro schon anderes machen??? Gut, da muss ich dann wohl durch.

Familie

6. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 600 g

Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +2,5 kg. Nun startet die Gewichtszunahme. Außerdem wird nun der Bauch auch unübersehbar.

Zu Beginn des sechsten Monats ist der Bauch immer noch nicht direkt als Babybauch zu erkennen. Somit wissen auch immer noch nur wenige Kollegen offiziell bescheid. Allerdings überraschen mich zwei mit der Aussage „ja, das weiß ich schon lange. Sowas sieht man doch.“ Und damit meinten sie eben nicht den wachsenden Bauch…

Mitte des Monats war ich mit meiner Mutter für vier Tage in Berlin. Ich mag Städtereisen, mein Mann überhaupt nicht. Und da ich mir gerne die Ausstellung „El sigle de oro“ in der Gemäldegalerie ansehen wollte, habe ich meine Eltern gefragt, ob sie mitfahren wollten. Mein Vater meinte dann aber, meine Mutter und ich sollten lieber alleine fahren. So haben wir einen Mutter-Tochter-Trip daraus gemacht. Wir sind an einem Montag morgen mit dem Zug aufgebrochen und waren am Mittag in Berlin. Nachdem Check-In im Hotel haben wir uns noch ein wenig in der Stadt umgesehen. Da wir, obwohl es bereits September war, wahnsinnig gutes Wetter hatten, haben wir versucht auch dieses noch zu genießen und außerdem ein wenig Rücksicht auf den kleinen Mitreisenden zu nehmen. Am Dienstag waren wir dann in der Ausstellung und haben nachmittags das KaDeWe unsicher gemacht, aber nichts gekauft… Am Mittwoch waren wir noch im Schloss Charlottenburg und an einigen „Standardsehenswürdigkeiten“ wie den Brandenburger Tor, Reichstag, Unter den Linden usw. Und am Donnerstag mittag ging es dann wieder nach Hause. Mein Bauch hat sich in den vier Tagen allerdings ziemlich entwickelt. Als wir losgefahren sind hatte ich noch normale Klamotten an, die den Bauch gut umspielten. Auf der Rückfahrt war das Schwangerschaftsshirt dann bereits gut ausgefüllt. Und auch der werdende Vater und der werdenden Opa meinten einen starken Unterschied zu sehen.

Und nun wuchs der Bauch in einem rasanten Tempo. Man konnte alle paar Tage einen Zuwachs sehen.

Beim Arzt stand dann noch der Glukosetest an. Diesen haben wir mit Bravour bestanden, obwohl ich mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht hatte. Es gibt ja so ein paar Faktoren, die eine Schwangerschaftsdiabetes begünstigen, und da mein Bonuskind Diabetiker ist, weiß ich, was es da „zu beachten“ gibt und das wollte ich möglichst nicht. Aber es war alles gut. Und dass, obwohl meine Hauptnahrung in der Schwangerschaft gefühlt aus Schokolade bestand…