Baby

6 Monate fraeuleinschroeder

Vor inzwischen zwei Wochen ist unser Fräulein ein halbes Jahr alt geworden. WAHNSINN!!! Sie ist schon so groß und kann schon so viel. Und es ist sehr faszinierend ihr beim Entdecken der Welt und ihrer Fähigkeiten zuzusehen.

Den 26-Wochen-Schub haben wir relativ unbemerkt hinter uns gebracht. Es gab zwar einige Tage, an denen sie nicht so gut gelaunt war, aber wirklich schlimm war es nicht. Dafür merkt man ihr nun aber wieder an, dass sie einige Fäigkeiten erlangt hat und die nun fleißig entdeckt.

Essen klappt immer noch wunderbar und wir haben inzwischen auch den Abendbrei eingeführt. Der wird mal mehr, mal weniger gut angenommen, ich denke, aber das ist zum einen vom Hunger und zum anderen vom Müdigkeitsgrad abhängig. Generell ist unser Fräulein sehr gerne…

Dann hatten wir im letzten Monat Taufe. Es war ein sehr schönes Fest. Wir hatten viel Glück, dass unser Pfarrer die Messe gemacht hat, denn er macht das wirklich sehr toll, bindet alle, vor allem aber die anderen Kinder (sofern vorhanden) mit ein. Das Fräulein war auch das einzige Kind, dass getauft wurde und somit waren wir eine schöne kleine Gruppe. Nach der Messe waren wir zum Kaffee bei uns Zuhause. Hier merkte man dem Fräulein dann an, dass es doch alles etwas viel war, aber auch das haben wir überstanden. In der Kirche ist sie übrigens kurz eingeschlafen.

Am Tag nach der Taufe waren wir dann noch zur U5. Es ist alles in Ordnung und das Fräulein gut entwickelt. Zusätzlich haben wir noch einen Sehtest machen lassen. Den mußten wir zwar selber bezahlen, aber bei zwei kurzsichtigen Eltern kann man das wohl nicht früh genug kontrollieren lassen. Aber auch der Sehtest war gut. Genauso wie der Schädelultraschall, den unsere Ärztin wegen der Komplikationen nach der Geburt durchgeführt hat. Somit haben wir ein topfittes Fräulein hier.

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5 Monate fraeuleinschroeder

Da ist das Fräulein schon 5 Monate alt. Wahnsinn!!! Wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell auch dieser Monat vergangen ist. Auf den Bauch dreht sie sich immer noch sehr fleißig, aber zurück immer noch nicht. Ein paar mal hat es bereits geklappt, aber das war dann immer Zufall und nicht gewollt. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf… Leider hat das Drehen dazu geführt, dass wir ein paar extrem unruhige Nächte hatten, weil das Fräulein sich im Schlaf auf den Bauch gedreht hat, dann irgendwann wach wurde, merkte „ich liege auf dem Bauch“ und anfing zu weinen. Als wir in einer Nacht sieben oder achtmal aufstehen mußten, um sie wieder zurückzudrehen, mußte eine Lösung her. Nach verschiedenen Versuchen liegt nun ein zusammengeklapptes Stillkissen neben dem Fräulein und hindert sie daran sich von der Seite auf den Bauch zu drehen. Seitdem sind sowohl sie als auch wir deutlich erholter…

Zwischenzeitlich hatte ich schon die Vermutung, wir würden in den 26-Wochen-Schub kommen, aber anscheinend hat der Schlafmangel und das nicht drehen können einfach zu schlechter Laune geführt.

Seit neustem macht sie immer mmmm- oder bbbbb-Laute. Außerdem hat sie eine zeitlang viel Kreischgeräusche gemacht, scheint also ihre Stimme entdeckt zu haben.

Dann haben wir vor zwei Wochen mit der Beikost begonnen und es klappt ziemlich gut. Inzwischen ißt das Fräulein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Nur beim Obst zum Nachtisch verzieht sie immer das Gesicht. Begonnen haben wir mit einfachen Möhren/Karotten/Wurzeln und nach einer Woche, als unser Fräulein schon eine ordentliche Portion verdrückt hat, habe ich Kartoffeln hinzugefügt. Nach zwei Tagen Öl und letzte Woche schließlich etwas Fleisch. Außerdem habe ich mit den Kartoffeln auch begonnen die Gemüse zu variieren. Inzwischen gab es Kohlrabi, Pastinaken, Zucchini und Erbsen. Bisher hat sie alles mit Appetit gegessen und auch alles gut vertragen. In den nächsten Tagen werden wir dann noch den Abendbrei einführen. Das wird wieder spannend…

Den Mittagsschlaf macht sie nun jeden Tag. Meistens lege ich sie gegen elf Uhr hin, da sie dann echt müde ist, und dann schläft sie meist etwas eindreiviertel bis zwei Stunden, wir hatten allerdings auch schonmal drei Stunden. Und Mittagessen gibt es dann danach.

Baby · DIY

Stricken für Jungs und Mädels 

Im letzten Jahr wurde mir das Buch „Stricken für Jungs und Mädels“ von Julie Jaeken aus dem Südwest Verlag vom Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.  Das Buch hat auf 128 Seiten Anleitungen für etwa 30 verschiedene Pullover und Jacken, dazu mehrere Decken, Mützen, Schals und Handschuhe. Die Anleitungen sind in den Größen für Babys und Kinder bis 12 Jahren. Im vorderen Teil gibt es dazu auch eine Größentabelle, die ich allerdings nicht ganz geglückt finde, da jeweils der Brustumfang, die Rückenlänge und die Länge der Arminnenseite, aber keine Körperlänge als Anhaltspunkt angegeben ist. 

Schön finde ich, dass im ersten Teil für Anfänger die wichtigsten Schritte und auch einige Muster erklärt werden. Mir hat es zum Beispiel dabei geholfen, die einzelnen Teile richtig zu spannen. 

Auch wenn mir direkt bei der ersten Ansicht einige schöne Modelle ins Auge sprangen, habe ich es erst jetzt geschafft, einen Pullover für das Fräulein fertigzustellen. Ich habe mich für das Modell Frieda entschieden und dieses aus Cotton DK in Midnight Blue und Vanilla Cream von Paintbox Yarns gestrickt. Zunächst flutschte es auch von der Nadel, aber irgendwann blieb es doch länger als gewollt liegen.

Ich finde es ist ein schönes Modell allerdings war die Ausarbeitung deutlich aufwendiger als erwartet. Es waren viele Fäden zu vernähen und einige Nähte zu schließen. Besonders die Raglannähte und anschließend die Ärmelnähte bereiteten mir einiges Kopfzerbrechen. Ich bin absolut kein Freund der Ausarbeitung und werde nach meinen letzten Erfahrungen wohl die nächsten Pullover/Jacken in Runden arbeiten. Ich hoffe, ich kann Anleitungen aus dem Buch entsprechend abwandeln, ansonsten kann es mir als Inspiration dienen.

Abschließend finde ich, dass das Buch viele tolle, einfache Modelle hat und auch für Anfänger gut geeignet ist. Vielleicht wage ich mich zum Winter noch an eine Strickjacke….

Baby

4 Monate fraeuleinschroeder

Nun ist unser kleines Fräulein bereits 4 Monate alt. Wie schnell die Zeit vergeht… Dieser letzte Monat war wieder etwas durchwachsen. Zunächst ging es weiter wie im Vormonat auch, dann hatten wir den U4-Termin mit der zweiten Impfung. Diese hat das Fräulein zwar gut überstanden, aber plötzlich wurde sie in der Nacht wieder wach. Und in der nächsten, und in der übernächsten auch. Außerdem war sie tagsüber quengelig und anstrengend. Und anscheinend ist sie aus der Impfung direkt in den 19-Wochen-Schub gerutscht. Denn es ging ähnlich weiter. Sie hat zwar wieder durchgeschlafen, aber wurde immer früher wach. Inzwischen hat es sich wieder auf ca. 6:15 Uhr eingespielt.

Seit etwa 2 Wochen kann sie sich vom Rücken auf den Bauch drehen, aber nicht wieder zurück. Und das, zusammen mit einer gewissen Grundquengeligkeit, hat es im letzten Monat ziemlich anstrengend gemacht.

Inzwischen ist es wieder besser, aber ich hoffe, dass das Zurückdrehen ganz bald auch klappt. Ansonsten ist das Fräulein inzwischen 63 cm groß und wiegt über 6 kg.

Vor drei Wochen habe ich angefangen das Fräulein mittags hinzulegen und es klappt eigentlich ganz gut. Allerdings liegt sie meist schon um halb zwölf im Bett und schläft dann ca. eine halbe Stunde. Manchmal auch länger. Aber ich bin schon froh, dass wir wenigstens diese Zeit inzwischen schaffen. Und ich denke auch dass sich das noch weiter einspielen wird.

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Tragen – ja oder nein

Generell habe ich mich immer als Mutter mit einem Kinderwagen gesehen. Gerne auch mit einem Designerteil. Mit Tragehilfen oder Tragetüchern konnte ich erstmal nicht so viel anfangen. Wenn man sich aber mit Elternblogs beschäftigt und das habe ich lange bevor ich schwanger war, dann kommt man an so Themen wie Stillen, Tragen und Familienbett nicht vorbei. Nun muß ich dazu sagen, dass ich mir ein Familienbett nie vorstellen konnte und dies somit nie zur Debatte stand, während ich den anderen beiden Punkten eher offen gegenüberstehe. Allerdings hätte ich gerne (länger) gestillt, sehe es aber eben auch nicht so dogmatisch, dass ich es auf Teufel komm raus umsetzen muss. Ich bin mit dem Gedanken daran gegangen: Wenn es klappt, dann klappt es, wenn nicht, dann eben nicht. Und ich kann wunderbar damit leben, dass mein Kind seine Flaschen bekommt und wächst und gedeiht und trotzdem die ganzen wichtigen Nähr- und Imunstoffe der ersten Tage bekommen hat.

Aber zurück zum Tragen. Auch hier habe ich mir gedacht, dass es bestimmt schön ist, sein Kind so nah am Herzen zu tragen und dass ich es auf jeden Fall ausprobieren werde. Ich habe mich also in der Schwangerschaft auf die Suche nach einer Tragehilfe gemacht, die mir zusagt. Generell war nun also die Entscheidung zwischen Trage und Tuch. Hier muss ich sagen, dass ich ein Tagebuch irgendwie ansprechender finde als „feste“ Tragehilfe. Warum kann ich gar nicht sagen, aber somit kam also nur ein Tuch infrage. Nun habe ich mich bei den Tüchern umgesehen und mußte feststellen, dass der Markt riesig ist, die Tücher allerdings zu einem großen Teil immer noch einen „Öko-Touch“ haben. Für mich kam nur ein dezentes Tuch infrage, und da ich vom Tragen noch nicht gänzlich überzeugt war, sollte es auch nicht so teuer sein.

Bei Instagram wurde ich schließlich auf Fastiquekids aufmerksam. Zu dem Zeitpunkt gab es die Tücher in drei verschiedenen Ausführungen, in schwarz, grau und schwarz-weiß-gestreift. Da mir der Preis angemessen erschien, habe ich mir ein Tuch in braumeliert bestellt. Es wurde sehr schnell geliefert und bereits kurz nach der Bestellung bekam ich per Email das Ebook mit der Wickelanleitung. Die „Trockenübung“ funktionierte einwandfrei und so wartete das Tuch auf unser Fräulein.

Als das Fräulein schließlich auf der Welt war, fehlte mir irgendwie die Situation, sie in das Tagebuch zu setzen. Nach etwa 3 oder 4 Wochen hatte sie relativ viel Bauchweh und eine andere Mutter gab mir die Empfehlung es mit dem Tagebuch zu versuchen. Der erste Versuch schlug gänzlich fehl. Das Fräulein war wie am Spieß am Brüllen und wehrte sich mit Händen und Füßen gegen das Tuch und die Nähe. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Den nächsten Tag verbrachte ich fast komplett auf dem Sofa mit einem weinenden und schlafenden Baby auf mir. Irgendwann hatte ich genug und holte das Tragetuch wieder hervor. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich es mir umgebunden und das Fräulein dort drinnen platziert. So hatte ich wenigstens die Hände frei und konnte auch noch ein bißchen was anderes machen. Das Fräulein hat das Tuch in diesem Moment gut akzeptiert. Allerdings bin ich wirklich eine Kinderwagen-Mama. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, baue ich schnell den Wagen auf und sie wandert vom Maxi Cosi in die Babywanne und los geht’s. Und zum Spazierengehen finde ich den Kinderwagen auch praktischer. Bliebe also Zuhause. Aber hier ist es so, dass unser Fräulein auch gerne mal ein wenig alleine liegt bzw. lag und ich somit auch hier nicht unbedingt die Notwendigkeit sah, sie in ein Tragetuch zu packen.

Vor einigen Wochen war das Fräulein dann mal wieder etwas unruhig, hatte Bauchweh und wollte sich nicht ablegen lassen. Irgendwann kam mir dann das Tragetuch wieder in den Sinn. Ich band es mir also um, setzte die Kleine rein und wollte gerade essen… Keine Chance. Das Fräulein wollte raus. Nachdem mir eine Freundin noch einmal davon vorgeschwärmt hatte und ich es bei ihr auch gesehen hatte, habe ich es noch einmal mit einer anderen Wickeltechnik versucht, am Anfang wurde das Ganze mit Interesse betrachtet, aber nach wenigen Minuten wurde sich gewehrt und gebrüllt.

Somit kann ich für uns (leider) sagen: Tragen kommt bei uns nicht infrage. Obwohl ich die wenigen Momente wirklich genossen habe. Aber mein Baby ist anscheinend kein Trage-, sondern eine Liege- oder Schiebebaby.

Trotzdem kann ich das Tuch von fastique wirklich empfehlen. Es ist sehr angenehm zu tragen. Die Anleitung ist wirklich einfach umzusetzen, der Kontakt sehr nett und ich hätte gerne auch noch das Tuch mit den Ankern gekauft, aber das lohnt sich ja nun nicht…

Baby

3 Monate fraeuleinschroeder

Am letzten Freitag ist das Fräulein 3 Monate alt geworden. Es war eine aufregende Zeit, die ziemlich schnell vergangen ist. Inzwischen ist der holprige Start fast vergessen bzw. verarbeitet. Ich bin inzwischen zu der Einsicht gelangt, dass mir nach der Geburt der Moment fehlte, in dem ich das Fräulein einfach nur im Arm halten konnte. Sie lag kurze Zeit auf meinem Bauch, aber ich konnte sie nur vorsichtig berühren, nicht an ihr schnuppern, wie einem jeder rät, und sie auch nicht festhalten. Dann wurde sie sofort weggebracht und kam erst nach über einer Stunde wieder. Im Nachhinein weiß ich, dass mir dieser Moment mit ihr gefehlt hat und ich glaube, unser Start wäre schon etwas einfacher gewesen. Aber gut. Inzwischen haben wir uns aneinander gewöhnt und ich kann mir schon nicht mehr vorstellen, dass es sie einmal nicht gab.

Sie schläft inzwischen nachts ganz wunderbar und seit einigen Tagen auch tagsüber wieder mehr. Außerdem scheint sie sich nun auch selber auf fünf Mahlzeiten einzustellen und nicht mehr dauernd trinken zu wollen. Nur den Mittagsschlaf im Bett, den bekommen wir noch nicht hin, aber ich gebe zu, dass ich das inzwischen auch nicht mehr forciere. Ich habe mehrere Wochen lang versucht das Kind mittags in sein Bett zu legen, damit es dort schläft. Das hat dann für ca. 10-20 Minuten funktioniert. Mit Schnulle bringen und gut zureden vielleicht noch einmal 10 Minuten, aber dann war es das. Und dann lag sie etwas später hier in ihrem Laufstall – und hat geschlafen… Tja, und nun lasse ich sie hier im Laufstall oder eben auf der Krabbeldecke schlafen. Sie schläft halt einfach irgendwann ein. Und ich kann nebenher einiges erledigen.

Außerdem habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass alles einfacher ist, wenn man sich auf den Rhythmus des Kindes einläßt und nur in Ausnahmefällen davon abweicht. So wird das Fräulein heißt zwischen halb sieben und halb acht wach, Windel wechseln, füttern, mich fertigmachen, sie (ggf. baden und) anziehen – nach ungefähr anderthalb Stunden sind wir dann fertig, Mama frühstückt und das Fräulein spielt ein bißchen und macht ein erstes Nickerchen. Und danach ist dann wieder Fütterung angesagt. So bringen wir die Zeit bis 10.00 oder 10.30 Uhr rum und ich habe festgestellt, dass ich uns beiden keinen Gefallen damit tue, dies durcheinander zu bringen. Nur, wenn es natürlich nicht anders geht (Arzttermine…). Ich finde, wenn man das erkennt und akzeptiert, macht man sich das Leben leichter. So läuft es jedenfalls bei uns.

Bilanz nach 3 Monaten: Ich liebe dieses kleine Wesen, jeden Tag ein bißchen mehr. Aber sie kann mir auch meinen letzten Nerv rauben, wenn sie weint und ich nicht weiß, warum (und sie anscheinend manchmal auch nicht).

Was ich gerne vorher gewußt hätte: Dass es seine Zeit braucht, bis man Mama ist. Ich finde, es wird immer so dargestellt, dass das Kind zur Welt kommt und alles ist prima, man ist Mama und alles vorher ist vergessen. So war es bei mir nicht. Ich brauchte erstmal einige Tage um zu begreifen, dass das Fräulein mein Kind ist, das ich neun Monate in mir getragen habe und um zu verstehen, dass sie nun immer (wirklich IMMER) da ist.

Was ich nicht gedacht hätte: Dass sich das Leben so verändern kann und wie sehr einen das belasten kann. Schwierig zu beschreiben ist alleine die Gefühlslage, auf der einen Seite ständig gebraucht zu werden, dass einem auf der anderen Seite aber die Decke auf den Kopf fällt. Dazu dieses Gefühl nichts für sich selbst machen zu können, weil man ja in den Schlafphasen auch noch den Haushalt hat oder einem irgendwelche anderen Dinge einfallen. Der Herr mußte darunter auch schon ganz schön leiden, da er nach einem 10- bis 12-Stunden-Tag im Büro das Kind in den Arm gedrückt bekommt, wozu er auch keine große Lust hat. Einerseits verständlich, andererseits habe ich das den ganzen Tag und denke mir auch, dass er doch gerne etwas Zeit mit dem Fräulein verbringen wollen müßte. Aber auch das wird sich wohl irgendwann einspielen. Ich merke jedenfalls, dass es bei mir inzwischen besser wird.

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Geburtsvorbereitung/Rückbildung

Wenn man zum ersten mal schwanger ist, gibt es ja so einiges, was man nicht weiß. Bei mir war das zum Beispiel die Sache mit der Nachsorgehebamme. Meine Frauenärztin meinte beim zweiten Termin, als also ein Herzschlag auf dem Ultraschall zu sehen war, um die 15. Woche herum solle ich mich um eine Hebamme für die Nachsorge kümmern. Nur, wie macht man das? Sucht man sich die im Telefonbuch (bzw. dem Pendant im Netz) raus und ruft da einfach an? Das ist ja für mich eh schon schwierig. Ich habe also ein wenig im Netz recherchiert und festgestellt, dass es bei uns zwei Hebammenpraxen gibt und mir die eine besonders zusagt, da sie dem Krankenhaus angeschlossen ist. Da ich mir aber trotzdem unsicher war, habe ich eine Nachbarin, die im letzten Jahr ihr zweites Kind bekommen hat, gefragt und sie hat mir ebendiese Hebammenpraxis empfohlen, meinte aber auch, ich wäre schon spät dran. Somit habe ich zunächst eine Email geschrieben und dann angerufen. Und erhielt zwei Tage später einen Anruf und einen Platz im Vorbereitungskurs ab Anfang November. Den Vorletzten…

Wie man daraus schon hört, ist hier der Geburtsvorbereitungskurs mit der Nachsorge verknüpft und auch die Rückbildungsgymnastik ist mit eingeschlossen. Das ist sehr angenehm, da man so schon eine geschlossene Gruppe bildet und sich auch weiterhin sieht. Wir sind insgesamt 12 Frauen zwischen 24 und 39, wobei der Großteil um die 30 ist. Die Geburtsvorbereitung ging über 8 Abende, bei denen jedesmal ein Thema besprochen wurde: Wehen, Geburt, Wochenbett, Stillen. Außerdem gab es einen Partnerabend, bei dem der Kreißsaal besichtigt wurde. was mir ein bißchen gefehlt hat, waren Informationen zum Umgang mit dem Neugeborenen. Es gab zwar eine Erstaustattungsliste und ein paar Ratschläge wie das Baby schlafen soll oder dass es warm angezogen werden soll, aber zum Wickeln, Baden, Anziehen etc. wurde nichts gesagt. Das fehlte mir besonders in den ersten Tagen und Wochen. Man ist da ja doch erstmal etwas unbeholfen.

Zwei Tage nach der Geburt war meine Nachsorgehebamme dann bei mir im Krankenhaus. Das war schon sehr gut. Und da wir ja noch ein par Tage läner da waren, kam sie auch am fünften Tag noch einmal. An diesem Tag hat sie mich auch sehr bestärkt darin, dass nicht alles, was im Krankenhaus gemacht wurde sinnvoll ist. Später war sie dann einige Male bei uns Zuhause, hat Gretas Entwicklung kontrolliert und uns auch geholfen, als die Umstellung auf Pre-Nahrung nicht ganz reibungslos lief.

Und seit zwei Wochen haben wir nun Rückbildungsgymnastik. Zum Einen tut es sehr gut mal wieder etwas für den Körper zu tun, zum Anderen ist es auch schön, mal wieder eine Stunde ohne Kind unterwegs zu sein (darf man sowas schreiben?). Jedenfalls haben wir ja doch einiges gemeinsam und das ist schon schön. Allerdings gibt es ja zwischen den Müttern doch Unterschiede: die Entspannten, die Übervorsichtigen und die „Mein-Kind-kann-alles“-Mütter. mann, können einem letztere auf den Geist gehen… Kaum erzählt jemand, was das Kind gemacht hat, kommt aus der anderen Ecke: „Das macht unsere XY auch!“ Und wenn dann eine andere Mutter was sagt, „Ja, genau wie bei uns!“. Das kann ich ja so gar nicht ab. Klar sagt man mal, „das kann/macht unser Kind auch“, aber es gibt doch auch Sachen, die es eben (noch) nicht macht. Na und? Jedes Kind ist anders.

Jedenfalls ist die Rückbildungsgymnastik teilweise richtig anstrengend. Ich bin mal gespannt, ob sich im Laufe des Tages noch ein Muskelkater einstellt…

 

Allgemein · Familie

Stillen oder nicht stillen?

Wie schon bereits in meinem Post über die 2 Monate mit unserem Fräulein geschrieben, hat es bei uns mit dem Stillen nicht geklappt. Natürlich könnte man auch sagen, ich hätte nicht lange genug gekämpft, aber für uns reichte es. Aber ganz von vorne…

Da die Geburt sehr rasant und auch nicht völlig ohne Komplikationen war, mußte das kleine Fräulein ziemlich schnell zu den Kinderärzten und kam auch erst nach über einer Stunde zu uns in den Kreißsaal zurück. Dann wurde sie angelegt und begann auch sofort zu saugen. Es funktionierte gut, aber leider sank durch das Trinken die Sauerstoffsättigung und somit mussten wir es leider vorzeitig beenden. Trotzdem war ich froh, dass es so reibungslos funktioniert hatte. Etwa vier Stunden später fanden wir uns auf der Neonatologie am Bett unserer Tochter wieder und mir wurde gesagt, ich könne sie anlegen, wenn ich das wolle. Gesagt, getan. Es funktionierte und war ein unglaubliches Gefühl. Danach sollte ich drei Stunden später wiederkommen um sie erneut zu stillen.

Somit machte ich mich nach einer Stunde Schlaf und an diesem aufregenden Tag auf den Weg von der Wöchnerinnenstation zur Neo. Und im Prinzip begann hier das „Elend“. Ich kam zu meinem Kind, nahm Platz und das Kind wurde mir gereicht. Nun finde ich, sollte man Mutter und Kind schon ein paar Minuten Zeit lassen sich zu finden. Nein, nachdem unser Fräulein erst einige Sekunden um die Brustwarze herumkreiste, wurde mir unsanft an die Brust gepackt und gleichzeitig der Kopf meines Kindes an selbige gedrückt. Ich fand das unmöglich, aber war viel zu perplex um irgendwas sagen zu können. Nachdem das Fräulein getrunken hatte wurde ich gefragt, ob sie denn nun noch ein Fläschchen bekommen solle. Ich fragte, ob das nötig wäre. Ja, sie solle ja nicht zu viel ab- und schnell wieder zunehmen. Da ich es nicht besser wußte, stimmte ich zu. Und habe dann auch entschieden, dass sie in der Nacht auch eine Flasche bekommen sollte und ich nicht zum Stillen rüber wandern, sondern „nur“ abpumpen würde.

in den nächsten Tagen ging es dann so weiter, dass das Fräulein um 3:00, 7:00, 11:00, 15:00, 19:00 und 23:00 Uhr jeweils gestillt wurde, danach ein Fläschchen (zunächst Babynahrung, später Muttermilch) bekam und ich danach noch abgepumpt habe. Im Krankenhaus, wo man ja auch sonst nichts zu tun hat ist das in Ordnung, aber Zuhause doch schwer umsetzbar. Jedenfalls hatte die Kleine nach 5 Tagen ihr Geburtsgewicht wieder. Und in den ersten drei Tagen ging auch die „Hilfe“ beim Stillen ähnlich vonstatten wie bereits am ersten Tag. Mir wurde sofort an die Brust gepackt und das Kind angedrückt, es gab Glucose, damit sie schneller zu saugen begann, oder Stillhütchen, weil meine Brustwarzen „zu flach“ wären. Jeder sagte etwas anderes und ich wurde immer unsicherer.

Nach acht Tagen waren wir dann Zuhause. Wieder alles neu. Immerhin hatten wir dank Hilfe eines Freundes bereits eine Milchpumpe da und noch einen Vorrat an Muttermilch aus dem Krankenhaus. Laut unserer Hebamme brauchten wir nun aber nicht mehr zufüttern, da das Fräulein alt und groß genug wäre, um eigenständig die erforderliche Menge aus der Brust zu trinken. Also stillten wir nur noch und ich reduzierte auch das Abpumpen. Über Tag war alles gut, das Fräulein kam alle 3-5 Stunden, nur gegen Abend war sie nicht zufrieden zu stellen. Sie weinte viel, wollte ständig trinken. Aber man soll doch nicht jede Stunde stillen… Irgendwann wußten wir uns nicht mehr zu helfen und haben ihr eine Flasche Babynahrung gemacht. Und siehe da: Sie schlief. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Wir haben 5 Stunden lang versucht, das Kind zu beruhigen und als sie eine Flasche bekam, war alles gut.

Hinzu kam, dass sich bereits im Krankenhaus meine linke Brustwarze entzündet hatte und dies trotz Creme und Kompressen nicht heilen wollte. Irgendwann mußte ich also links wieder mit Stillhütchen stillen. Zwei Tage funktionierte es gut, die Brustwarze heilte, also ließ ich das Fräulein wieder daran trinken. Leider hat sie mir dabei wieder einmal so darauf „gebissen“, dass am nächsten Tag wieder das Stillhütchen zum Einsatz kommen mußte. Dies wollte das Fräulein aber nicht akzeptieren. Also haben wir ihr wieder eine Flasche gemacht. Als unsere Hebamme das hörte kam sie sofort vorbei, hat das Fräulein gewogen und festgestellt, dass sie nicht weiter zugenommen hatte. Sie bekam also wirklich zu wenig zu essen. Wir beschlossen somit einige Mahlzeiten durch Babynahrung zu ersetzen und zu den anderen abgepumpte Muttermilch zu füttern. Schnell stellte sich aber beim Abpumpen heraus, dass ich viel zu wenig Milch hatte und diese auch noch stetig weniger wurde. Somit haben wir nach ca. 3 Wochen das Stillen bzw. die Fütterung mit Muttermilch eingestellt.

Wenn man immer liest, dass Muttermilch das Beste für das Kind ist und wie vehement das auch von manchen verteidigt wird, hat man ja wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn es nicht funktioniert. Und vor allem, wenn man dann auch noch für sich denkt, dass man irgendwie froh ist, diesen Stress hinter sich zu lassen. Aber ich muss sagen, dass es uns damit wirklich gut geht. Das Fräulein hat in den ersten Tagen alles bekommen, was es brauchte und wächst und gedeiht nun prächtig. Und mir geht es deutlich besser, da ich mir keine Gedanken mehr machen muss, ob mein Kind satt wird und es auch ohne Schwierigkeiten mal für kurze Zeit abgeben kann.

Familie

2 Monate fraeuleinschroeder

Nachdem die Schwangerschaftshormone abgebaut und die andauernde Müdigkeit ein wenig verflogen ist, ist mir klar geworden, dass, ich frauschroeder bin unser Mäuslein ja das fraeuleinschroeder ist. Daher werde ich sie ab jetzt als Fräulein bezeichnen.

Und das Fräulein ist nun bereits 2 Monate alt. Es waren spannende, aufregende und vor allem sehr kurze 2 Monate. Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben, dass ich nun Mama dieses kleinen süßen Wesens bin. Wie sich herausgestellt hat, hat das Fräulein in der ersten Woche Zuhause wirklich zu wenig zu essen bekommen. Bedingt durch eine Brustwarzenentzündung, die ich mir bereits im Krankenhaus geholt hatte, konnte ich auf der einen Seite nur noch mit Stillhütchen stillen. Und das fand das Fräulein nach ein paar Tagen so doof, dass sie nicht mehr aus dieser Brust trinken wollte. Ich habe dann kurzen Prozess gemacht und ihr die Flasche gegeben. Genau zu diesem Zeitpunkt rief unsere Hebamme an und als sie hörte, dass wir am Flasche füttern wären, meinte sie, sie käme direkt vorbei. Sie meinte dann das Fräulein sollte nun etwa 100-120 ml pro Mahlzeit trinken – sie kam aber per Flasche bei uns auf ca. 70 ml. Beim Wiegen zeigte sich, dass sie in den letzten 3 Tagen nicht zugenommen hatte. Wir haben sie dann noch einmal angelegt, ihr noch ein kleines Fläschchen gemacht und ich habe abgepumpt, wovon sie auch noch getrunken hat. Und in Summe kamen wir so dann auch auf die nötige Menge. Daraus ergab sich, dass wir ab diesem Zeitpunkt einige Mahlzeiten durch Pre-Nahrung ersetzten und ich zusätzlich abgepumpt habe und sie die abgepumpte Milch zu den anderen Mahlzeiten bekam. Dabei stellte sich aber sehr schnell heraus, dass meine Milchmenge rapide abnahm und somit haben wir nach ca. 3 Wochen, das Fräulein komplett auf künstliche Nahrung umgestellt.

Leider gab es dadurch zunächst noch Schwierigkeiten mit dem Bäuchlein, da sich dieses ja nun auf die andere Nahrung einstellen mußte. Somit kann ich sagen, dass der erste Monat nicht ganz einfach war. Dann sind wir gleich weiter in den ersten Wachstumsschub gerutscht. Es ist schon komisch nicht zu wissen, warum das Kind plötzlich völlig anders und neben der Spur ist, um dann am nächsten oder übernächsten Tag festzustellen, dass es anders reagiert.

Irgendwie liefen die Tage dann weiter. Der Papa mußte wieder arbeiten und wir uns erst einmal eingrooven. Besonders die Nächte machten mir noch arg zu schaffen. Das Fräulein hat sich nach ca. 4 Wochen gegen acht Uhr abends (auch mal um sieben oder halb neun) ins Bett legen lassen, wurde dann aber zwischen elf und zwölf wach um zu trinken. Und dann das nächste mal zwischen zwei und drei. Das waren sehr harte Tage, aber zum Glück gingen sie vorbei und irgendwann kam sie gegen eins bis zwei und dann wieder gegen 5/6 Uhr. Und seit letzter Woche schläft sie wirklich durch: von acht bis mindestens fünf. Zweimal mußte ich mit dem Schnuller nachhelfen, aber auch das hat funktioniert. Und damit sind meine Tage auch deutlich besser. Allerdings ist sie dadurch natürlich auch tagsüber deutlich länger wach, möchte beschäftigt werden oder trinken. Ich merke deutlich, dass sie sich die fehlende Mahlzeit vormittags und am späten Nachmittag nach- bzw. vorholt. Aber so lange sie so gut schläft ist das natürlich vollkommen in Ordnung.

Inzwischen hatte sie auch schon den nächsten Wachstumsschub und lächelt und lacht ziemlich viel. Insgesamt habe ich das Gefühl inzwischen deutlich mehr mit ihr anfangen zu können. Und irgendwann schaffe ich auch wieder meinen Haushalt…

Familie

8. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 1.800 g. 
Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +1,6 kg. Die Symphyse schmerzt weiterhin
In der 30. Woche beginnt der Geburtsvorbereitungskurs. Wir sind 12 Frauen zwischen 24 und 39 Jahren. Die Geburtstermine liegen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. Zufällig ist ein Großteil im medizinischen Bereich tätig. Es werden verschiedene Themen, wie z.B. die Geburt, das Stillen und das Wochenbett besprochen und noch Entspannungsübungen durchgeführt. Irgendwie hatte ich erwartet, dass auch mehr auf die Babypflege etc. eingegangen wird, aber das wurde nur ganz peripher angesprochen. 
Zu Beginn des Kurses wurden die Mutterpässe kontrolliert und fast alle Kinder waren noch in einer Beckenendlage. So auch unsere Kleine. Aber sie hätten ja auch noch Zeit, meint die Hebamme. Am Freitag nach dem ersten Kurs fühlt sich mein Bauch plötzlich irgendwie seltsam an. Die Tritte sind nun nicht mehr in der Leistengegend zu spüren, sondern an der Seite. Am Samstag sieht man dann sogar, dass das Baby quer in meinem Bauch liegt. Anscheinend hat es sich nun also doch in die Schädellage gedreht, denn beim nächsten Ultraschall befindet es sich in dieser. Allerdings liegt sowohl das Kind als auch die Gebärmutter ziemlich weit oben, der Fundusstand ist immer noch direkt unter dem Rippenbogen.