Familie

1.-3. Monat

Eigentlich hatte ich vor den Blog auch als Schwangerschaftstagebuch zu nutzen, da ich diese in den letzten Monaten sehr gerne gelesen habe und um mich immer an diese Zeit erinnern zu können. Aber, wie das so ist (auch mit regelmäßigen Bauchbildern etc.), ist mir das analoge Leben dazwischen gekommen. Daher habe ich mir überlegt, wenigstens jetzt noch, so kurz vor Schluss, alles zusammenzufassen, was so in der Zeit passiert ist.

Entwicklung des Babys: vom leichten Strich auf dem Test über einen schwarzen Fleck beim ersten Ultraschall zu einem erkennbaren Menschlein beim 1. großen Ultraschall 

Entwicklung bei Mama: latente Übelkeit für zwei Wochen, danach nur sporadisch, mit Ende des 3. Monats spürbare Vergrößerung der Gebärmutter.

Alles begann mit einem Gespräch vor dreieinhalb Jahren, bei dem wir herausfanden, dass wir beide (noch) ein Kind haben wollten. Nach Hausbau und Hochzeit hielten wir es generell für den richtigen Zeitpunkt, aber ich wollte auch noch unsere kirchliche Trauung abwarten (ja, ich kann sehr konservativ sein). Somit beschlossen wir, dass ich etwa zwei Monate vor der Hochzeit die Pille absetzen würde. Nach unserer Hochzeit hatten wir tolle Flitterwochen und als am Tag unserer Rückreise meine Periode ausblieb, hegte sich bereits leichte Hoffnung in mir. Sollte es wirklich so schnell geklappt haben? Am nächsten Tag besorgte ich einen Test, wollte aber noch etwas abwarten. Am darauffolgenden Wochenende war Pfingsten und da wir dort immer Zelten gehen, mußten wir noch einiges besorgen (was sich durch einen positiven Test auch verändern würde). Da mein Mann bereits voll in der Planung war, habe ich dann vorsichtig angedeutet, dass ich schwanger sein könnte. Und was sagt er:“ Hab ich mir schon gedacht!“ Am nächsten Morgen habe ich also den Test gemacht. Und war mir unsicher: Ist da nun eine zweite Linie oder nicht? Also eindeutig sieht anders aus.

Nun wollte ich einen weiteren Test besorgen. Im Supermarkt des Dorfes in dem ich arbeite, gab es nur den gleichen, der mich bereits morgens hat zweifeln lassen. Also in die Apotheke. Da steht die Frau meines Chefs hinter dem Tresen. Schneller Rückzug und auf dem Rückweg nach Hause noch schnell in eine Drogerie. Auch diesen Test gemacht: Das Kontrollfeld reagierte nicht!!! Was nun? Ins Auto, zur Drogerie ins nächste Dorf (die in zehn Minuten zu macht), den Laden gestürmt, Tests gesucht und diesmal einen digitalen gewählt. Dann das Ergebnis:


Am nächsten Tag habe ich beim Frauenarzt angerufen und konnte auch sofort am darauffolgenden vorbeikommen. Es bestand kein Zweifel: wir bekommen ein Baby. Nächster Termin in vier Wochen, dann sollte ein Herzschlag zu sehen sein.

Die nächsten Wochen verbrachte ich in einer Art Trance. Ich war überglücklich schwanger zu sein, konnte es doch gar nicht glauben bzw. realisieren und drüber reden natürlich erst Recht nicht. Außerdem begann in der 6. SSW die Übelkeit, die sich nur durch regelmäßiges Essen unterdrücken ließ. Glücklicherweise ließ sie aber auch nach zwei Wochen nach und kam nur für wenige Tage zurück. Allerdings hatten wir in dieser Zeit einige „Termine“, die es nüchtern und mit einer Ausrede zu überstehen galt. Aber auch das haben wir ziemlich gut hinbekommen. 

Beim nächsten Ultraschall war der Herzschlag zu erkennen und alles machte einen guten Eindruck. Und beim ersten großen Ultraschall konnte dann auch der Papa einen Blick auf unser Kind werfen. Das war ein wahnsinnig schöner Augenblick und für uns der Punkt es einigen wichtigen Personen in unserem Leben mitzuteilen. Lustigerweise hatten es unsere Mütter bereits erwartet. 

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