Familie

14 Tage Mäuslein 

Nun ist unser Mäuslein bereits 14 Tage alt. Einen Geburtsbericht werde ich noch verfassen. Aber in diesen 14 Tagen haben wir einiges erlebt, obwohl sie gefühlt wahnsinnig schnell vergangen sind. Zunächst war das Mäuslein nach der Geburt auf der Neonatologie, da sie kurzzeitig beatmet werden musste und dann noch weiter überwacht werden sollte. Somit konnten wir nicht sofort Zeit mit ihr verbringen bzw. war das sehr einschränkt. Am Sonntag hieß es dann, sie hätte erhöhte Entzündungswerte und bräuchte daher Antibiotika. Somit war auch klar, dass sie bzw. wir noch ein paar Tag bleiben müssten. Leider war die Informationspolitik in dieser Beziehung sehr schlecht und uns konnte keiner genau sagen, wie lange es dauern würde. Nur dass sie das Antibiotikum sieben Tage brauchen würde.

Nach drei Tagen wurde das Mäuslein dann auf die Kleinkinderstation verlegt und ich konnte als „Begleitmutti“ dort bleiben. Somit waren wir immerhin zusammen, aber das Mäuslein war noch an einen Monitor angeschlossen und kuscheln war durch die Kabel nur bedingt möglich.

Dazu kam, dass sich auf unserem Zimmer noch eine junge Mutter befand, deren Sohn auf der Neonatologie betreut wurde, da er schwere Entzugserscheinungen hatte und sie nicht in der Lage war, sich um ihn zu kümmern. Außerdem hatte sie auch nicht viel von Rücksichtnahme o.ä. gehört. Nach drei Tagen, die auch noch in die Baby-Blues-Zeit fielen, habe ich mich beschwert und hatte dann das Zimmer für eine Nacht für mich alleine und nachher noch eine Nacht mit einer Mutter und Kind, mit der ich mir bereits das Zimmer auf der Wöchnerinnenstation geteilt hatte. Das war dann ganz nett.
Und am letzten Sonntag durften wir dann endlich nach Hause. Und natürlich war für das Mäuslein alles neu und ist es auch heute noch. Das merkt man immer mal wieder. Tagsüber ist sie ein wirklich pflegeleichtes Kind, das viel schläft, sich auch ruhig ablegen läßt, seine Umgebung betrachtet usw. Aber abends bzw. nachts wird es anders. Wir haben am ersten Abend versucht sie gegen acht, nachdem sie gefüttert war, in ihr Bett zu legen, aber das wollte sie nicht. Somit blieb sie noch einige Zeit bei uns und mein Mann hat sich nachher mit ihr in ihr Zimmer gesetzt und um zwölf ist sie dann endlich eingeschlafen. Am zweiten Abend lief es besser, dafür war sie in der Nacht aktiv. Und so ging es weiter bis zum Höhepunkt gestern. Sie war um fünf wach, ich habe gestillt und sie war irgendwann satt. Alles gut soweit. Nach einiger Zeit wollte sie wieder trinken, also habe ich sie wieder angelegt, bis sie eingenickt ist. Und das hätte ich wohl ewig so fortsetzen können. Wir haben dann zwischendurch noch abgepumpte Muttermilch und verdünnte Pre-Milch gefüttert. Ich weiß nicht, wieviel das Kind getrunken hat und wieviel geschrien, bis es um zehn Uhr endlich schlief. 

In der Nacht ging es dann weiter. Um halb zwei war sie wieder wach, ich habe eine Brust gefüttert, sie ist eingeschlafen und ich habe sie hingelegt. Hat aber nicht lange gedauert. Nach kurzer Zeit habe ich dann die andrer Seite auch noch gefüttert. Dann war das Mäuslein hellwach und ich bereits wieder anderthalb Stunden auf. Wir haben sie dann zu uns geholt und dort hat sie dann auch bis halb acht geschlafen. Und danach wollte sie wieder dauernd trinken. Ich habe also das Gefühl, sie wird im Moment nicht richtig satt. Ich hoffe, das gibt sich bald und wir haben etwas ruhigere Abende und Nächte.