Familie

2 Monate fraeuleinschroeder

Nachdem die Schwangerschaftshormone abgebaut und die andauernde Müdigkeit ein wenig verflogen ist, ist mir klar geworden, dass, ich frauschroeder bin unser Mäuslein ja das fraeuleinschroeder ist. Daher werde ich sie ab jetzt als Fräulein bezeichnen.

Und das Fräulein ist nun bereits 2 Monate alt. Es waren spannende, aufregende und vor allem sehr kurze 2 Monate. Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben, dass ich nun Mama dieses kleinen süßen Wesens bin. Wie sich herausgestellt hat, hat das Fräulein in der ersten Woche Zuhause wirklich zu wenig zu essen bekommen. Bedingt durch eine Brustwarzenentzündung, die ich mir bereits im Krankenhaus geholt hatte, konnte ich auf der einen Seite nur noch mit Stillhütchen stillen. Und das fand das Fräulein nach ein paar Tagen so doof, dass sie nicht mehr aus dieser Brust trinken wollte. Ich habe dann kurzen Prozess gemacht und ihr die Flasche gegeben. Genau zu diesem Zeitpunkt rief unsere Hebamme an und als sie hörte, dass wir am Flasche füttern wären, meinte sie, sie käme direkt vorbei. Sie meinte dann das Fräulein sollte nun etwa 100-120 ml pro Mahlzeit trinken – sie kam aber per Flasche bei uns auf ca. 70 ml. Beim Wiegen zeigte sich, dass sie in den letzten 3 Tagen nicht zugenommen hatte. Wir haben sie dann noch einmal angelegt, ihr noch ein kleines Fläschchen gemacht und ich habe abgepumpt, wovon sie auch noch getrunken hat. Und in Summe kamen wir so dann auch auf die nötige Menge. Daraus ergab sich, dass wir ab diesem Zeitpunkt einige Mahlzeiten durch Pre-Nahrung ersetzten und ich zusätzlich abgepumpt habe und sie die abgepumpte Milch zu den anderen Mahlzeiten bekam. Dabei stellte sich aber sehr schnell heraus, dass meine Milchmenge rapide abnahm und somit haben wir nach ca. 3 Wochen, das Fräulein komplett auf künstliche Nahrung umgestellt.

Leider gab es dadurch zunächst noch Schwierigkeiten mit dem Bäuchlein, da sich dieses ja nun auf die andere Nahrung einstellen mußte. Somit kann ich sagen, dass der erste Monat nicht ganz einfach war. Dann sind wir gleich weiter in den ersten Wachstumsschub gerutscht. Es ist schon komisch nicht zu wissen, warum das Kind plötzlich völlig anders und neben der Spur ist, um dann am nächsten oder übernächsten Tag festzustellen, dass es anders reagiert.

Irgendwie liefen die Tage dann weiter. Der Papa mußte wieder arbeiten und wir uns erst einmal eingrooven. Besonders die Nächte machten mir noch arg zu schaffen. Das Fräulein hat sich nach ca. 4 Wochen gegen acht Uhr abends (auch mal um sieben oder halb neun) ins Bett legen lassen, wurde dann aber zwischen elf und zwölf wach um zu trinken. Und dann das nächste mal zwischen zwei und drei. Das waren sehr harte Tage, aber zum Glück gingen sie vorbei und irgendwann kam sie gegen eins bis zwei und dann wieder gegen 5/6 Uhr. Und seit letzter Woche schläft sie wirklich durch: von acht bis mindestens fünf. Zweimal mußte ich mit dem Schnuller nachhelfen, aber auch das hat funktioniert. Und damit sind meine Tage auch deutlich besser. Allerdings ist sie dadurch natürlich auch tagsüber deutlich länger wach, möchte beschäftigt werden oder trinken. Ich merke deutlich, dass sie sich die fehlende Mahlzeit vormittags und am späten Nachmittag nach- bzw. vorholt. Aber so lange sie so gut schläft ist das natürlich vollkommen in Ordnung.

Inzwischen hatte sie auch schon den nächsten Wachstumsschub und lächelt und lacht ziemlich viel. Insgesamt habe ich das Gefühl inzwischen deutlich mehr mit ihr anfangen zu können. Und irgendwann schaffe ich auch wieder meinen Haushalt…

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