Familie

7. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 1.200 g. Auch die dritte Ultraschalluntersuchung ist unauffällig. Aber das Baby ist immer noch verhältnismäßig klein.

Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +4,4 kg. Schockierend! Die Gebärmutter sitzt relativ hoch, schon knapp unter dem Rippenbogen.

Der siebte Monat war eigentlich recht unspektakulär. Ich habe mich inzwischen gut an die Schwangerschaft und die veränderten Gegebenheiten gewöhnt. Der Bauch wächst und das Gewicht steigt rasant. Entgegen den Lehrbüchern ist meine Gebärmutter bereits relativ hoch, aber dafür nicht besonders weit nach vorne gewölbt. Das soll auch noch relativ lange so bleiben. Leider bemerke ich Anfang Oktober eine Veränderung, die mich noch sehr lange begleiten soll: ich habe beim Umdrehen im Liegen einen stechenden Schmerz am Schambein, den ich erst einmal nicht einzuordnen weiß. Es stellt sich als Symphysenlockerung heraus. Die hindert mich daran, weiter Zumba zu machen, da ich mich teilweise kaum noch bewegen kann – obwohl es durch Bewegung besser wird. Aber nachdem ich gesessen habe, dauert es erst immer wieder, bis ich vernünftig laufen kann. Sitzen und stehen sind auch zwei „Tätigkeiten“, die nicht förderlich sind, aber was soll ich im Büro schon anderes machen??? Gut, da muss ich dann wohl durch.

Familie

6. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 600 g

Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +2,5 kg. Nun startet die Gewichtszunahme. Außerdem wird nun der Bauch auch unübersehbar.

Zu Beginn des sechsten Monats ist der Bauch immer noch nicht direkt als Babybauch zu erkennen. Somit wissen auch immer noch nur wenige Kollegen offiziell bescheid. Allerdings überraschen mich zwei mit der Aussage „ja, das weiß ich schon lange. Sowas sieht man doch.“ Und damit meinten sie eben nicht den wachsenden Bauch…

Mitte des Monats war ich mit meiner Mutter für vier Tage in Berlin. Ich mag Städtereisen, mein Mann überhaupt nicht. Und da ich mir gerne die Ausstellung „El sigle de oro“ in der Gemäldegalerie ansehen wollte, habe ich meine Eltern gefragt, ob sie mitfahren wollten. Mein Vater meinte dann aber, meine Mutter und ich sollten lieber alleine fahren. So haben wir einen Mutter-Tochter-Trip daraus gemacht. Wir sind an einem Montag morgen mit dem Zug aufgebrochen und waren am Mittag in Berlin. Nachdem Check-In im Hotel haben wir uns noch ein wenig in der Stadt umgesehen. Da wir, obwohl es bereits September war, wahnsinnig gutes Wetter hatten, haben wir versucht auch dieses noch zu genießen und außerdem ein wenig Rücksicht auf den kleinen Mitreisenden zu nehmen. Am Dienstag waren wir dann in der Ausstellung und haben nachmittags das KaDeWe unsicher gemacht, aber nichts gekauft… Am Mittwoch waren wir noch im Schloss Charlottenburg und an einigen „Standardsehenswürdigkeiten“ wie den Brandenburger Tor, Reichstag, Unter den Linden usw. Und am Donnerstag mittag ging es dann wieder nach Hause. Mein Bauch hat sich in den vier Tagen allerdings ziemlich entwickelt. Als wir losgefahren sind hatte ich noch normale Klamotten an, die den Bauch gut umspielten. Auf der Rückfahrt war das Schwangerschaftsshirt dann bereits gut ausgefüllt. Und auch der werdende Vater und der werdenden Opa meinten einen starken Unterschied zu sehen.

Und nun wuchs der Bauch in einem rasanten Tempo. Man konnte alle paar Tage einen Zuwachs sehen.

Beim Arzt stand dann noch der Glukosetest an. Diesen haben wir mit Bravour bestanden, obwohl ich mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht hatte. Es gibt ja so ein paar Faktoren, die eine Schwangerschaftsdiabetes begünstigen, und da mein Bonuskind Diabetiker ist, weiß ich, was es da „zu beachten“ gibt und das wollte ich möglichst nicht. Aber es war alles gut. Und dass, obwohl meine Hauptnahrung in der Schwangerschaft gefühlt aus Schokolade bestand…

Familie

5. Monat

Entwicklung des Babys: beim zweiten Ultraschall ist alles unauffällig und unser Baby ca. 300 g schwer. 

Entwicklung bei Mama: Der Bauch wächst langsam. Wer es weiß sieht es. Zum Monatsende 6 kg Zunahme.

Der 5. Monat hielt noch einige Festivitäten für uns bereit. Wir waren bei unserem Schützenfest auf dem Thron und hatten somit einige Tage volles Programm. Da der Bauch in dieser Zeit doch einigermaßen sichtbar wurde, war mein größtes Problem, ob mir die extra angefertigten Kleider noch passen würden. Eine Woche vorher habe ich die Kleider probiert. Es waren jeweils Zweiteiler und zum Glück so großzügig geschnitten, dass das Bäuchlein gut verpackt und auch versteckt wurde. Ich wurde mehrfach angesprochen, dass man ja nichts sehen würde. Generell haben wir die Tage gut überstanden, aber ich war auch froh, als ich am dritten Tag „normale“ Kleidung tragen konnte. In meinem Fall hieß das meine erste Umstandsjeans. Ja, ich habe doch wirklich eine passende Jeans bei Vertbaudet gefunden. Allerdings war sie etwas zu lang, obwohl sie für unter 1,65 m Körpergröße sein sollte. Aber gut, das kenne ich ja. Jedenfalls hat sie mich in den Tagen erreicht und begleitet mich seitdem. 

Eine Woche später hatte ich dann meinen 35. Geburtstag. Da das vorherige Wochenende aber so anstrengend war, haben wir es ruhig angehen lassen und nur im engsten Familienkreis gefeiert. 

Seit dem 5. Monat wissen wir auch relativ sicher, was wir bekommen werden. Und somit habe ich auch die ersten vier Teile für unser Baby bestellt. Und die Bewegungen wurden auch immer stärker, aber der Papa konnte sie noch nicht spüren. Irgendwie war es zu diesem Zeitpunkt immer noch sehr surreal.

Familie

4. Monat

Entwicklung des Babys: unser Baby entwickelt sich zeitgerecht, auch wenn es relativ klein und zart erscheint

Entwicklung bei Mama: ich bemerke, dass mein Bauch wächst, aber wirklich sichtbar ist es noch nicht. Bisher habe ich ein Kg zugenommen, bis zum Ende des vierten Monats werden es zwei sein.

Der vierte Monat ist derjenige, indem wir vielen Menschen von der Schwangerschaft erzählt haben. Dadurch hat sich einerseits die Erkenntnis gefestigt, dass es wirklich wahr ist, auf der anderen Seite ist aber auch der „Druck“ verschwunden, es zu verheimlichen. In diesen Wochen habe ich mich auch auf die Suche nach ersten Umstandsteilen gemacht, besonders weite Oberteile, die kaschieren und im Brustbereich nicht spannen, wie alle meine Blusen. Schwieriger wird es mit den Hosen: warum müssen Schwangere Skinny-Jeans tragen? Die passen mir schon nicht-schwanger nicht, also warum nun? Und – sind Schwangere immer über 1,70 m groß oder warum sind die Hosen alle so lang? Am Ende des Monats, als mir meine normalen Jeans langsam enger wurden, war ich schon ziemlich verzweifelt. Ich hatte in diversen Geschäften geschaut, probiert oder online bestellt und nichts passte. Daher wollte ich in die Nachbarstadt fahren, wo es ein Geschäft mit Umstandskleidung geben sollte. Leider hatte ich auf dem Hinweg einen Auffahrunfall. Es hat mich so geschockt, dass mein Liebster kommen musste. Ich war am Zittern und hatte Angst, dass dem Baby, das ich am Morgen noch gesehen hatte, etwas passiert sein könnte. An dem Tag habe ich auch relativ sicher das Geschlecht erfahren. Zum Glück ist alles gut gegangen. Es war nur Blech bzw. Plastik und wir haben uns endlich und spontan zum Kauf eines neuen Autos entschlossen. Eine Reparatur wäre zusammen mit anderen anstehenden Kosten und der erhöhten Versicherung einfach zu teuer geworden. Allerdings gab es eben nicht das von uns favorisierte Modell, aber wir haben eine gute Alternative gefunden.

Neben den ganzen positiven Untersuchungen, habe ich auch im vierten Monat unser Baby zum ersten Mal gespürt. Zuerst war es nur ein undefinierbares „Blubbern“, aber das muss es gewesen sein. Einige Tage später gab es dann ein untrügliches Klopfen. Wir waren in einer Musicalaufführung und irgendwann war des dann wohl etwas zu laut. Da wurde sich dann aber bemerkbar gemacht. Und trotzdem war es immer noch irreal, dass ein kleiner Mensch in meinem Bauch heranwächst.