DIY · Baby

Pairfect Bonnet von Stichfest – Teststrick

Anfang Juni kam von Sophia von Stichfest der Aufruf zum Teststrick des Pairfect Bonnet. Da ich ja gerade viel und gerne für das Fräulein stricke und alle Mützen mag, die sicher über die Ohren gehen, habe ich gleich laut hier gerufen und die Maschen angeschlagen. Die Anleitung gab es in zwei verschiedenen Größen, ich habe mich für die kleinere, 3-6 Monate entschieden. Da ich eher fest stricke habe ich mich für eine halbe Nadelstärke größer entschieden und auch die Maschenprobe passte mit dieser Nadelstärke (fast). 

Die Anleitung ist wirklich schön und einfach und es ergibt sich durch den Farbverlauf der Wolle ein schönes Muster. Durch die Abnahmen ergibt sich schließlich praktisch alleine die „Haubenform“. Da fast nur glatt rechts gestrickt wird, ist die Anleitung auf jeden Fall anfängergeeignet.

Pairfect Bonnet   

Im Ergebnis ist meine Pairfect Bonnet leider etwas groß geworden, aber dafür war es ja eben ein Teststrick. Außerdem braucht man im Moment ja eher selten eine Mütze und ich bin ziemlich sicher, dass sie dem Fräulein im Herbst passen wird.

Baby

Geburt des fraeuleinschroeder

An einem frühen Samstag morgen im Januar, wir waren bei ET+2, wurde ich durch ein starkes Ziehen im Becken geweckt. Es war ein seltsames Gefühl, anders als die Schmerzen, die ich sonst beim Umdrehen im Bett hatte, was mich zum Nachdenken brachte. Aber irgendwann schlief ich wieder ein. Etwas später weckte mich ein starkes Ziehen im Rücken. Im Nachhinein weiß ich, dass ich es vorher bereits zweimal gespürt, aber nicht so direkt wahrgenommen habe. Zunächst fragte ich mich, woher nun diese Rückenschmerzen kamen und warum sie immer stärker wurden, dann nahmen die Schmerzen langsam wieder ab und ich erinnerte mich an den Geburtsvorbereitungskurs und die dort beschriebene Wellenform der Wehen. Blick auf die Uhr 4:45 Uhr.

Um 4:57 Uhr kam die nächste Wehe angerollt. Ich überlegte, was zu tun wäre und bin zunächst einmal zur Toilette. Sollte ich den Mann wecken? Der Wecker würde sowieso um halb sieben klingeln und bis dahin wäre dann vielleicht gerade eine Stunde mit Wehen im 10-Minuten-Takt rum. Also habe ich weiter meine Wehen im Bett veratmet, in den Pausen ein wenig Ruhe gesucht und auf das Klingeln des Weckers gewartet.

Beim Aufwachen habe ich dem Mann gesagt, dass sich das Fräulein anscheinend auf den Weg machen wollte. Mein Mann hatte noch einen Kurs, der bereits am Freitag Nachmittag angefangen war und am Samstag beendet werden sollte. Nun überlegten wir also, ob er noch zu seinem Kurs fahren sollte oder nicht. Da er das gerne wollte und ich davon ausgegangen bin, bis zum Nachmittag würde sich was die Geburt angeht nicht all zuviel tun, bin ich erstmal duschen gegangen und wir haben gefrühstückt. Der Mann ist dann zu acht Uhr los und ich habe es mir mit den „Gilmore Girls“ auf dem Sofa bequem gemacht und weiterhin die Wehen veratmet, die nun schon in Abständen zwischen 8 und 5 Minuten kamen. Um zehn vor zehn habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und meinen Mann angerufen, damit er nach Hause kommt. Natürlich ging er nicht ans Telefon. Also habe ich eine WhatsApp geschickt, die ebenfalls nicht gelesen wurde und dann noch 2mal versucht anzurufen. Dann ging er endlich ran und kam auch sofort heim. Schnell wurden die Taschen ins Auto geladen und wir machten uns auf den Weg ins Krankenhaus.

Ich konnte kaum im Auto sitzen und die Wehen kamen alle drei Minuten. Gegen halb elf waren wir am Krankenhaus und etwa 10:45 Uhr im Kreißsaal. Hier wurde ich ans CTG angeschlossen und untersucht. Der Muttermund war bereits bei 4 cm. Gegen die Schmerzen bekam ich einen Buscopantropf, von dem ich allerdings nichts gemerkt habe.

Ein Ultraschall sollte Auskunft über die Größe und vor allem das Gewicht des Fräuleins geben. Es wurden 3.200 g prognostiziert. Nach dem Ultraschall haben wir noch den Kreißsaal gewechselt und die Hebamme fragte mich, wie ich weiter vorgehen wolle. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt wirklich überfordert, ich wollte nur das diese Schmerzen aufhören, zu allem anderen hatte ich keine wirkliche Meinung. Daher bot mir die Hebamme verschiedene Möglichkeiten, u.a. die Wanne an. Ich entschloss mich, es zu probieren und das warme Wasser wirkte hervorragend auf meine „Rückenschmerzen“. Ich konnte mich entspannen und es war wirklich angenehm. Ich hatte drei Wehen, die sich wirklich gut anfühlten, ehe sich der Druck verlagerte in den Bereich des Steißbeins und ich das Gefühl bekam mitdrücken zu müssen. Die Hebamme war gerade nicht im Raum und so versuchte ich den Drang zu unterdrücken, es konnte ja noch nicht so weit sein. 

Nach drei weiteren Wehen, in denen ich nicht Drücken wollte, habe ich der Hebamme die veränderte Situation mitgeteilt und sie hat mich wieder untersucht – 9 cm. Innerhalb einer guten halben Stunde. Nach einer weiteren Wehe war der Muttermund komplett geöffnet und ich sollte mitpressen. So verbrachten wir noch einige Wehen in der Wanne, ehe ich diese verlassen sollte. Schließlich lag ich auf dem Kreißbett und habe in verschiedenen Lagen gepresst bis zum Schluss die Ärztin zweimal den Kristellergriff angewendet hat und das Fräulein ziemlich schnell in die Welt glitt. Wie sich dann herausstellte hatte sie die Nabelschnur um den Hals gewickelt und die Hand während der Geburt am Kopf. Die rasante Geburt und die Nabelschnur haben dafür gesorgt, dass die Werte des Fräuleins direkt nach der Geburt nicht gut waren. Sie war sehr kalt, hatte eine geringe Sauerstoffsättigung und der pH der Nabelschnuraterie war auch bescheiden. Somit wurde das Fräulein, nachdem der Papa die Nabelschnur durchschnitten hatte, erst einmal zu den Kinderärzten zur Untersuchung gebracht.

Nach über einer Stunde, in der wir nichts über unser Kind erfahren haben, wurde sie uns endlich gebracht und ich konnte sie anlegen, was auch gut klappte. Allerdings ging dadurch sie Sauerstoffsättigung wieder herunter, so dass sie erstmal wieder auf die Neonatologie gebracht wurde. Zunächst sollte sie nur die eine Nacht bleiben, dann noch einen Tag, dann wurden erhöhte Entzündungswerte festgestellt und sie brauchte Antibiotika. Somit waren wir insgesamt 8 Tage im Krankenhaus. 

Alles in allem war es eine rasante Geburt. Ob es nun an der Akupunktur lag, die die Geburt um bis zu zwei Stunden verkürzen sollte, oder ob das Mäuslein es einfach nur ziemlich eilig hatte – wer weiß. 

Baby · Familie

10. Monat

Nun geht es also auf die Zielgerade.

Entwicklung des Babys: Unser Baby wächst weiter, allerdings bekommen wir keine Infos mehr über die mögliche Größe bzw. das Gewicht. Der Bauch liegt auch am ET immer noch sehr hoch und die Gebärmutter direkt unter den Rippen.

Entwicklung bei Mama: Das Gewicht legt noch einmal 2 kg zu. Insgesamt sind es nun etwa 18 kg. Ich habe leichte Wassereinlagerungen an den Füßen und Beinen. Der Bauch sinkt nicht, somit merke ich auch nichts davon, dass das Atmen wieder leichter fällt oder das Sodbrennen nachlässt.

Zur Vorbereitung der Geburt beginnen wir drei Wochen vor ET mit Akupunktur. Diese wird von den Hebammen des Geburtsvorbereitungskurses und teilweise auch des Kreißsaals angeboten. Sie soll die Geburt um bis zu zwei Stunden verkürzen und ist gut zu ertragen. Nebenwirkungen könnte leichte Kontraktionen in den 24 Stunden nach der Sitzung sein. Davon habe ich erst nach der letzten Sitzung etwas gemerkt, aber auch nicht sehr stark. Weiterhin soll es auch gegen Wassereinlagerungen helfen.

Kurz vor Weihnachten nehme ich noch an einem Erste-Hilfe-Kurs in der Firma teil. Nach Plan hätte ich ihn im November machen müssen und wenn man schon die Möglichkeit hat, dachte ich, ich nehme sie wahr. Allerdings ist es nicht so ganz einfach mit einem 37-Wochen-Bauch auf dem Boden rumzukriechen und die Herzdruckmassage ist auch verdammt anstrengend. Aber gut, ich habe es überstanden und die Kursleiterin war sehr überrascht, dass ich bereits so weit bin und das noch auf mich nehme.

Zwei Tage später ist Weihnachtsfeier in der Firma. Nett und lustig wie immer, aber auch hier merke ich natürlich, dass ich schwanger bin und das Sitzen auf Bierzeltgarnituren macht sich in meinem Rücken bemerkbar. In der Nacht bekomme ich noch eine schlechte Nachricht, die mich in den nächsten Tagen und leider auch noch einige Monate beschäftigen soll. 

Dann also unser letztes Weihnachten zu zweit ohne das Baby. Irgendwie ist es komisch zu wissen, dass da im nächsten Jahr ein kleines Menschlein dabei sein wird. Das macht alles noch einmal ganz anders. Ähnlich sieht es auch mit Silvester aus. Das nächste Jahr wird verdammt spannend…

Der Start ins neue Jahr ist dann nicht ganz so toll, da es den Verdacht gibt, dass ich ein Präeklampsie entwickelt habe. Beim ersten Kontrolltermin im neuen Jahr ist mein Blutdruck erhöht und es finden sich Proteine im Urin, so dass ich nach zwei Tagen noch einmal zur Kontrolle erscheinen soll. Leider sind die Werte an diesem Tag nicht besser, bzw. noch schlechter. Meine Ärztin leitet mich also für den Nachmittag an den Kreißsaal weiter, die den Blutdruck noch einmal überprüfen sollen und gegebenenfalls einleiten. Ich möchte nicht, dass unser Baby an diesem Wochenende kommt. Ich bin noch nicht bereit dafür und vor allem möchte ich keine Einleitung. Aber es liegt ja nicht in meiner Hand. Am Nachmittag ist der Blutdruck im Normbereich und es sind auch keine Proteine im Urin zu finden. Laut Ärztin im Krankenhaus soll ich mich zum ET bei meiner Ärztin melden, diese hatte mir allerdings gesagt, ich solle mich noch einmal nach dem Wochenende melden, sofern nicht eingeleitet wurde. Nach einem Nachmittag im Kreißsaal machen wir uns also auf den Weg nach Hause und verbringen ansonsten ein ruhiges Wochenende. 

Am ET ist alles weiterhin ruhig und wir warten bis es los geht…

Baby · Familie

9. Monat

Oh oh, da bin ich doch noch 2 Schwangerschaftsmonate und natürlich den Geburtsbericht schuldig…

Was war also im 9. Monat los?

Entwicklung des Babys: Unser Baby legt ordentlich an Gewicht zu: von 1.800 zu Beginn des Monats auf 2.800 g zum Ende. So wird es jedenfalls anhand des Ultraschalls geschätzt. Ansonsten entwickelt es sich ganz prima.

Entwicklung bei Mama: Tja, irgendwie habe ich noch einmal exponantiell zugenommen: in vier Wochen nochmal knappe 4 kg.

Ansonsten habe ich mit Beginn des 9. Monats noch gut 2 Wochen Urlaub, bevor der Mutterschutz startet. Eigentlich will ich den Urlaub nutzen, um alles für das Baby vorzubereiten und das Haus noch einmal auf Hochglanz zu bringen. Ich beginne auch mit einer Grundreinigung des Badezimmers. Leider merke ich am Abend, dass ich mich doch ein wenig übernommen habe. Das ist wirklich neu für mich. Bisher hatte ich zwar Schwierigkeiten mit der Symphyse, aber ansonsten gab es keine Probleme. Nach einem ruhigeren Tag geht es wieder und ich mache mich auch noch an die Küche. Die Neugestaltung des Büros muss allerdings bis nach der Geburt warten.

Nach meinem Urlaub arbeite ich noch zwei Tage lang meine Nachfolgerin ein. Das ist natürlich nicht optimal, aber besser als nichts. Eigentlich wäre ich zu diesem Zeitpunkt bereits im Mutterschutz, aber anders war es leider nicht möglich und für meinen Arbeitgeber kann man so etwas auch mal machen…

Ansonsten geht es weiter mit den Vorbereitungen im Kinderzimmer. So langsam bauen wir die Möbel auf, da wir geplant haben sechs Wochen vor ET das Zimmer soweit fertig zu haben, dass das Baby kommen kann. Außerdem versuche ich herauszufinden, was wir noch brauchen und kaufe peu à peu was noch fehlt.

Baby

6 Monate fraeuleinschroeder

Vor inzwischen zwei Wochen ist unser Fräulein ein halbes Jahr alt geworden. WAHNSINN!!! Sie ist schon so groß und kann schon so viel. Und es ist sehr faszinierend ihr beim Entdecken der Welt und ihrer Fähigkeiten zuzusehen.

Den 26-Wochen-Schub haben wir relativ unbemerkt hinter uns gebracht. Es gab zwar einige Tage, an denen sie nicht so gut gelaunt war, aber wirklich schlimm war es nicht. Dafür merkt man ihr nun aber wieder an, dass sie einige Fäigkeiten erlangt hat und die nun fleißig entdeckt.

Essen klappt immer noch wunderbar und wir haben inzwischen auch den Abendbrei eingeführt. Der wird mal mehr, mal weniger gut angenommen, ich denke, aber das ist zum einen vom Hunger und zum anderen vom Müdigkeitsgrad abhängig. Generell ist unser Fräulein sehr gerne…

Dann hatten wir im letzten Monat Taufe. Es war ein sehr schönes Fest. Wir hatten viel Glück, dass unser Pfarrer die Messe gemacht hat, denn er macht das wirklich sehr toll, bindet alle, vor allem aber die anderen Kinder (sofern vorhanden) mit ein. Das Fräulein war auch das einzige Kind, dass getauft wurde und somit waren wir eine schöne kleine Gruppe. Nach der Messe waren wir zum Kaffee bei uns Zuhause. Hier merkte man dem Fräulein dann an, dass es doch alles etwas viel war, aber auch das haben wir überstanden. In der Kirche ist sie übrigens kurz eingeschlafen.

Am Tag nach der Taufe waren wir dann noch zur U5. Es ist alles in Ordnung und das Fräulein gut entwickelt. Zusätzlich haben wir noch einen Sehtest machen lassen. Den mußten wir zwar selber bezahlen, aber bei zwei kurzsichtigen Eltern kann man das wohl nicht früh genug kontrollieren lassen. Aber auch der Sehtest war gut. Genauso wie der Schädelultraschall, den unsere Ärztin wegen der Komplikationen nach der Geburt durchgeführt hat. Somit haben wir ein topfittes Fräulein hier.

Baby

5 Monate fraeuleinschroeder

Da ist das Fräulein schon 5 Monate alt. Wahnsinn!!! Wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell auch dieser Monat vergangen ist. Auf den Bauch dreht sie sich immer noch sehr fleißig, aber zurück immer noch nicht. Ein paar mal hat es bereits geklappt, aber das war dann immer Zufall und nicht gewollt. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf… Leider hat das Drehen dazu geführt, dass wir ein paar extrem unruhige Nächte hatten, weil das Fräulein sich im Schlaf auf den Bauch gedreht hat, dann irgendwann wach wurde, merkte „ich liege auf dem Bauch“ und anfing zu weinen. Als wir in einer Nacht sieben oder achtmal aufstehen mußten, um sie wieder zurückzudrehen, mußte eine Lösung her. Nach verschiedenen Versuchen liegt nun ein zusammengeklapptes Stillkissen neben dem Fräulein und hindert sie daran sich von der Seite auf den Bauch zu drehen. Seitdem sind sowohl sie als auch wir deutlich erholter…

Zwischenzeitlich hatte ich schon die Vermutung, wir würden in den 26-Wochen-Schub kommen, aber anscheinend hat der Schlafmangel und das nicht drehen können einfach zu schlechter Laune geführt.

Seit neustem macht sie immer mmmm- oder bbbbb-Laute. Außerdem hat sie eine zeitlang viel Kreischgeräusche gemacht, scheint also ihre Stimme entdeckt zu haben.

Dann haben wir vor zwei Wochen mit der Beikost begonnen und es klappt ziemlich gut. Inzwischen ißt das Fräulein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Nur beim Obst zum Nachtisch verzieht sie immer das Gesicht. Begonnen haben wir mit einfachen Möhren/Karotten/Wurzeln und nach einer Woche, als unser Fräulein schon eine ordentliche Portion verdrückt hat, habe ich Kartoffeln hinzugefügt. Nach zwei Tagen Öl und letzte Woche schließlich etwas Fleisch. Außerdem habe ich mit den Kartoffeln auch begonnen die Gemüse zu variieren. Inzwischen gab es Kohlrabi, Pastinaken, Zucchini und Erbsen. Bisher hat sie alles mit Appetit gegessen und auch alles gut vertragen. In den nächsten Tagen werden wir dann noch den Abendbrei einführen. Das wird wieder spannend…

Den Mittagsschlaf macht sie nun jeden Tag. Meistens lege ich sie gegen elf Uhr hin, da sie dann echt müde ist, und dann schläft sie meist etwas eindreiviertel bis zwei Stunden, wir hatten allerdings auch schonmal drei Stunden. Und Mittagessen gibt es dann danach.

Baby · DIY

Stricken für Jungs und Mädels 

Im letzten Jahr wurde mir das Buch „Stricken für Jungs und Mädels“ von Julie Jaeken aus dem Südwest Verlag vom Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.  Das Buch hat auf 128 Seiten Anleitungen für etwa 30 verschiedene Pullover und Jacken, dazu mehrere Decken, Mützen, Schals und Handschuhe. Die Anleitungen sind in den Größen für Babys und Kinder bis 12 Jahren. Im vorderen Teil gibt es dazu auch eine Größentabelle, die ich allerdings nicht ganz geglückt finde, da jeweils der Brustumfang, die Rückenlänge und die Länge der Arminnenseite, aber keine Körperlänge als Anhaltspunkt angegeben ist. 

Schön finde ich, dass im ersten Teil für Anfänger die wichtigsten Schritte und auch einige Muster erklärt werden. Mir hat es zum Beispiel dabei geholfen, die einzelnen Teile richtig zu spannen. 

Auch wenn mir direkt bei der ersten Ansicht einige schöne Modelle ins Auge sprangen, habe ich es erst jetzt geschafft, einen Pullover für das Fräulein fertigzustellen. Ich habe mich für das Modell Frieda entschieden und dieses aus Cotton DK in Midnight Blue und Vanilla Cream von Paintbox Yarns gestrickt. Zunächst flutschte es auch von der Nadel, aber irgendwann blieb es doch länger als gewollt liegen.

Ich finde es ist ein schönes Modell allerdings war die Ausarbeitung deutlich aufwendiger als erwartet. Es waren viele Fäden zu vernähen und einige Nähte zu schließen. Besonders die Raglannähte und anschließend die Ärmelnähte bereiteten mir einiges Kopfzerbrechen. Ich bin absolut kein Freund der Ausarbeitung und werde nach meinen letzten Erfahrungen wohl die nächsten Pullover/Jacken in Runden arbeiten. Ich hoffe, ich kann Anleitungen aus dem Buch entsprechend abwandeln, ansonsten kann es mir als Inspiration dienen.

Abschließend finde ich, dass das Buch viele tolle, einfache Modelle hat und auch für Anfänger gut geeignet ist. Vielleicht wage ich mich zum Winter noch an eine Strickjacke….

Baby

4 Monate fraeuleinschroeder

Nun ist unser kleines Fräulein bereits 4 Monate alt. Wie schnell die Zeit vergeht… Dieser letzte Monat war wieder etwas durchwachsen. Zunächst ging es weiter wie im Vormonat auch, dann hatten wir den U4-Termin mit der zweiten Impfung. Diese hat das Fräulein zwar gut überstanden, aber plötzlich wurde sie in der Nacht wieder wach. Und in der nächsten, und in der übernächsten auch. Außerdem war sie tagsüber quengelig und anstrengend. Und anscheinend ist sie aus der Impfung direkt in den 19-Wochen-Schub gerutscht. Denn es ging ähnlich weiter. Sie hat zwar wieder durchgeschlafen, aber wurde immer früher wach. Inzwischen hat es sich wieder auf ca. 6:15 Uhr eingespielt.

Seit etwa 2 Wochen kann sie sich vom Rücken auf den Bauch drehen, aber nicht wieder zurück. Und das, zusammen mit einer gewissen Grundquengeligkeit, hat es im letzten Monat ziemlich anstrengend gemacht.

Inzwischen ist es wieder besser, aber ich hoffe, dass das Zurückdrehen ganz bald auch klappt. Ansonsten ist das Fräulein inzwischen 63 cm groß und wiegt über 6 kg.

Vor drei Wochen habe ich angefangen das Fräulein mittags hinzulegen und es klappt eigentlich ganz gut. Allerdings liegt sie meist schon um halb zwölf im Bett und schläft dann ca. eine halbe Stunde. Manchmal auch länger. Aber ich bin schon froh, dass wir wenigstens diese Zeit inzwischen schaffen. Und ich denke auch dass sich das noch weiter einspielen wird.

Baby

Tragen – ja oder nein

Generell habe ich mich immer als Mutter mit einem Kinderwagen gesehen. Gerne auch mit einem Designerteil. Mit Tragehilfen oder Tragetüchern konnte ich erstmal nicht so viel anfangen. Wenn man sich aber mit Elternblogs beschäftigt und das habe ich lange bevor ich schwanger war, dann kommt man an so Themen wie Stillen, Tragen und Familienbett nicht vorbei. Nun muß ich dazu sagen, dass ich mir ein Familienbett nie vorstellen konnte und dies somit nie zur Debatte stand, während ich den anderen beiden Punkten eher offen gegenüberstehe. Allerdings hätte ich gerne (länger) gestillt, sehe es aber eben auch nicht so dogmatisch, dass ich es auf Teufel komm raus umsetzen muss. Ich bin mit dem Gedanken daran gegangen: Wenn es klappt, dann klappt es, wenn nicht, dann eben nicht. Und ich kann wunderbar damit leben, dass mein Kind seine Flaschen bekommt und wächst und gedeiht und trotzdem die ganzen wichtigen Nähr- und Imunstoffe der ersten Tage bekommen hat.

Aber zurück zum Tragen. Auch hier habe ich mir gedacht, dass es bestimmt schön ist, sein Kind so nah am Herzen zu tragen und dass ich es auf jeden Fall ausprobieren werde. Ich habe mich also in der Schwangerschaft auf die Suche nach einer Tragehilfe gemacht, die mir zusagt. Generell war nun also die Entscheidung zwischen Trage und Tuch. Hier muss ich sagen, dass ich ein Tagebuch irgendwie ansprechender finde als „feste“ Tragehilfe. Warum kann ich gar nicht sagen, aber somit kam also nur ein Tuch infrage. Nun habe ich mich bei den Tüchern umgesehen und mußte feststellen, dass der Markt riesig ist, die Tücher allerdings zu einem großen Teil immer noch einen „Öko-Touch“ haben. Für mich kam nur ein dezentes Tuch infrage, und da ich vom Tragen noch nicht gänzlich überzeugt war, sollte es auch nicht so teuer sein.

Bei Instagram wurde ich schließlich auf Fastiquekids aufmerksam. Zu dem Zeitpunkt gab es die Tücher in drei verschiedenen Ausführungen, in schwarz, grau und schwarz-weiß-gestreift. Da mir der Preis angemessen erschien, habe ich mir ein Tuch in braumeliert bestellt. Es wurde sehr schnell geliefert und bereits kurz nach der Bestellung bekam ich per Email das Ebook mit der Wickelanleitung. Die „Trockenübung“ funktionierte einwandfrei und so wartete das Tuch auf unser Fräulein.

Als das Fräulein schließlich auf der Welt war, fehlte mir irgendwie die Situation, sie in das Tagebuch zu setzen. Nach etwa 3 oder 4 Wochen hatte sie relativ viel Bauchweh und eine andere Mutter gab mir die Empfehlung es mit dem Tagebuch zu versuchen. Der erste Versuch schlug gänzlich fehl. Das Fräulein war wie am Spieß am Brüllen und wehrte sich mit Händen und Füßen gegen das Tuch und die Nähe. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Den nächsten Tag verbrachte ich fast komplett auf dem Sofa mit einem weinenden und schlafenden Baby auf mir. Irgendwann hatte ich genug und holte das Tragetuch wieder hervor. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich es mir umgebunden und das Fräulein dort drinnen platziert. So hatte ich wenigstens die Hände frei und konnte auch noch ein bißchen was anderes machen. Das Fräulein hat das Tuch in diesem Moment gut akzeptiert. Allerdings bin ich wirklich eine Kinderwagen-Mama. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, baue ich schnell den Wagen auf und sie wandert vom Maxi Cosi in die Babywanne und los geht’s. Und zum Spazierengehen finde ich den Kinderwagen auch praktischer. Bliebe also Zuhause. Aber hier ist es so, dass unser Fräulein auch gerne mal ein wenig alleine liegt bzw. lag und ich somit auch hier nicht unbedingt die Notwendigkeit sah, sie in ein Tragetuch zu packen.

Vor einigen Wochen war das Fräulein dann mal wieder etwas unruhig, hatte Bauchweh und wollte sich nicht ablegen lassen. Irgendwann kam mir dann das Tragetuch wieder in den Sinn. Ich band es mir also um, setzte die Kleine rein und wollte gerade essen… Keine Chance. Das Fräulein wollte raus. Nachdem mir eine Freundin noch einmal davon vorgeschwärmt hatte und ich es bei ihr auch gesehen hatte, habe ich es noch einmal mit einer anderen Wickeltechnik versucht, am Anfang wurde das Ganze mit Interesse betrachtet, aber nach wenigen Minuten wurde sich gewehrt und gebrüllt.

Somit kann ich für uns (leider) sagen: Tragen kommt bei uns nicht infrage. Obwohl ich die wenigen Momente wirklich genossen habe. Aber mein Baby ist anscheinend kein Trage-, sondern eine Liege- oder Schiebebaby.

Trotzdem kann ich das Tuch von fastique wirklich empfehlen. Es ist sehr angenehm zu tragen. Die Anleitung ist wirklich einfach umzusetzen, der Kontakt sehr nett und ich hätte gerne auch noch das Tuch mit den Ankern gekauft, aber das lohnt sich ja nun nicht…

Baby

3 Monate fraeuleinschroeder

Am letzten Freitag ist das Fräulein 3 Monate alt geworden. Es war eine aufregende Zeit, die ziemlich schnell vergangen ist. Inzwischen ist der holprige Start fast vergessen bzw. verarbeitet. Ich bin inzwischen zu der Einsicht gelangt, dass mir nach der Geburt der Moment fehlte, in dem ich das Fräulein einfach nur im Arm halten konnte. Sie lag kurze Zeit auf meinem Bauch, aber ich konnte sie nur vorsichtig berühren, nicht an ihr schnuppern, wie einem jeder rät, und sie auch nicht festhalten. Dann wurde sie sofort weggebracht und kam erst nach über einer Stunde wieder. Im Nachhinein weiß ich, dass mir dieser Moment mit ihr gefehlt hat und ich glaube, unser Start wäre schon etwas einfacher gewesen. Aber gut. Inzwischen haben wir uns aneinander gewöhnt und ich kann mir schon nicht mehr vorstellen, dass es sie einmal nicht gab.

Sie schläft inzwischen nachts ganz wunderbar und seit einigen Tagen auch tagsüber wieder mehr. Außerdem scheint sie sich nun auch selber auf fünf Mahlzeiten einzustellen und nicht mehr dauernd trinken zu wollen. Nur den Mittagsschlaf im Bett, den bekommen wir noch nicht hin, aber ich gebe zu, dass ich das inzwischen auch nicht mehr forciere. Ich habe mehrere Wochen lang versucht das Kind mittags in sein Bett zu legen, damit es dort schläft. Das hat dann für ca. 10-20 Minuten funktioniert. Mit Schnulle bringen und gut zureden vielleicht noch einmal 10 Minuten, aber dann war es das. Und dann lag sie etwas später hier in ihrem Laufstall – und hat geschlafen… Tja, und nun lasse ich sie hier im Laufstall oder eben auf der Krabbeldecke schlafen. Sie schläft halt einfach irgendwann ein. Und ich kann nebenher einiges erledigen.

Außerdem habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass alles einfacher ist, wenn man sich auf den Rhythmus des Kindes einläßt und nur in Ausnahmefällen davon abweicht. So wird das Fräulein heißt zwischen halb sieben und halb acht wach, Windel wechseln, füttern, mich fertigmachen, sie (ggf. baden und) anziehen – nach ungefähr anderthalb Stunden sind wir dann fertig, Mama frühstückt und das Fräulein spielt ein bißchen und macht ein erstes Nickerchen. Und danach ist dann wieder Fütterung angesagt. So bringen wir die Zeit bis 10.00 oder 10.30 Uhr rum und ich habe festgestellt, dass ich uns beiden keinen Gefallen damit tue, dies durcheinander zu bringen. Nur, wenn es natürlich nicht anders geht (Arzttermine…). Ich finde, wenn man das erkennt und akzeptiert, macht man sich das Leben leichter. So läuft es jedenfalls bei uns.

Bilanz nach 3 Monaten: Ich liebe dieses kleine Wesen, jeden Tag ein bißchen mehr. Aber sie kann mir auch meinen letzten Nerv rauben, wenn sie weint und ich nicht weiß, warum (und sie anscheinend manchmal auch nicht).

Was ich gerne vorher gewußt hätte: Dass es seine Zeit braucht, bis man Mama ist. Ich finde, es wird immer so dargestellt, dass das Kind zur Welt kommt und alles ist prima, man ist Mama und alles vorher ist vergessen. So war es bei mir nicht. Ich brauchte erstmal einige Tage um zu begreifen, dass das Fräulein mein Kind ist, das ich neun Monate in mir getragen habe und um zu verstehen, dass sie nun immer (wirklich IMMER) da ist.

Was ich nicht gedacht hätte: Dass sich das Leben so verändern kann und wie sehr einen das belasten kann. Schwierig zu beschreiben ist alleine die Gefühlslage, auf der einen Seite ständig gebraucht zu werden, dass einem auf der anderen Seite aber die Decke auf den Kopf fällt. Dazu dieses Gefühl nichts für sich selbst machen zu können, weil man ja in den Schlafphasen auch noch den Haushalt hat oder einem irgendwelche anderen Dinge einfallen. Der Herr mußte darunter auch schon ganz schön leiden, da er nach einem 10- bis 12-Stunden-Tag im Büro das Kind in den Arm gedrückt bekommt, wozu er auch keine große Lust hat. Einerseits verständlich, andererseits habe ich das den ganzen Tag und denke mir auch, dass er doch gerne etwas Zeit mit dem Fräulein verbringen wollen müßte. Aber auch das wird sich wohl irgendwann einspielen. Ich merke jedenfalls, dass es bei mir inzwischen besser wird.