Baby

Geburtsvorbereitung/Rückbildung

Wenn man zum ersten mal schwanger ist, gibt es ja so einiges, was man nicht weiß. Bei mir war das zum Beispiel die Sache mit der Nachsorgehebamme. Meine Frauenärztin meinte beim zweiten Termin, als also ein Herzschlag auf dem Ultraschall zu sehen war, um die 15. Woche herum solle ich mich um eine Hebamme für die Nachsorge kümmern. Nur, wie macht man das? Sucht man sich die im Telefonbuch (bzw. dem Pendant im Netz) raus und ruft da einfach an? Das ist ja für mich eh schon schwierig. Ich habe also ein wenig im Netz recherchiert und festgestellt, dass es bei uns zwei Hebammenpraxen gibt und mir die eine besonders zusagt, da sie dem Krankenhaus angeschlossen ist. Da ich mir aber trotzdem unsicher war, habe ich eine Nachbarin, die im letzten Jahr ihr zweites Kind bekommen hat, gefragt und sie hat mir ebendiese Hebammenpraxis empfohlen, meinte aber auch, ich wäre schon spät dran. Somit habe ich zunächst eine Email geschrieben und dann angerufen. Und erhielt zwei Tage später einen Anruf und einen Platz im Vorbereitungskurs ab Anfang November. Den Vorletzten…

Wie man daraus schon hört, ist hier der Geburtsvorbereitungskurs mit der Nachsorge verknüpft und auch die Rückbildungsgymnastik ist mit eingeschlossen. Das ist sehr angenehm, da man so schon eine geschlossene Gruppe bildet und sich auch weiterhin sieht. Wir sind insgesamt 12 Frauen zwischen 24 und 39, wobei der Großteil um die 30 ist. Die Geburtsvorbereitung ging über 8 Abende, bei denen jedesmal ein Thema besprochen wurde: Wehen, Geburt, Wochenbett, Stillen. Außerdem gab es einen Partnerabend, bei dem der Kreißsaal besichtigt wurde. was mir ein bißchen gefehlt hat, waren Informationen zum Umgang mit dem Neugeborenen. Es gab zwar eine Erstaustattungsliste und ein paar Ratschläge wie das Baby schlafen soll oder dass es warm angezogen werden soll, aber zum Wickeln, Baden, Anziehen etc. wurde nichts gesagt. Das fehlte mir besonders in den ersten Tagen und Wochen. Man ist da ja doch erstmal etwas unbeholfen.

Zwei Tage nach der Geburt war meine Nachsorgehebamme dann bei mir im Krankenhaus. Das war schon sehr gut. Und da wir ja noch ein par Tage läner da waren, kam sie auch am fünften Tag noch einmal. An diesem Tag hat sie mich auch sehr bestärkt darin, dass nicht alles, was im Krankenhaus gemacht wurde sinnvoll ist. Später war sie dann einige Male bei uns Zuhause, hat Gretas Entwicklung kontrolliert und uns auch geholfen, als die Umstellung auf Pre-Nahrung nicht ganz reibungslos lief.

Und seit zwei Wochen haben wir nun Rückbildungsgymnastik. Zum Einen tut es sehr gut mal wieder etwas für den Körper zu tun, zum Anderen ist es auch schön, mal wieder eine Stunde ohne Kind unterwegs zu sein (darf man sowas schreiben?). Jedenfalls haben wir ja doch einiges gemeinsam und das ist schon schön. Allerdings gibt es ja zwischen den Müttern doch Unterschiede: die Entspannten, die Übervorsichtigen und die „Mein-Kind-kann-alles“-Mütter. mann, können einem letztere auf den Geist gehen… Kaum erzählt jemand, was das Kind gemacht hat, kommt aus der anderen Ecke: „Das macht unsere XY auch!“ Und wenn dann eine andere Mutter was sagt, „Ja, genau wie bei uns!“. Das kann ich ja so gar nicht ab. Klar sagt man mal, „das kann/macht unser Kind auch“, aber es gibt doch auch Sachen, die es eben (noch) nicht macht. Na und? Jedes Kind ist anders.

Jedenfalls ist die Rückbildungsgymnastik teilweise richtig anstrengend. Ich bin mal gespannt, ob sich im Laufe des Tages noch ein Muskelkater einstellt…

 

Familie

8. Monat

Entwicklung des Babys: es wiegt nun etwa 1.800 g. 
Entwicklung bei Mama: in vier Wochen +1,6 kg. Die Symphyse schmerzt weiterhin
In der 30. Woche beginnt der Geburtsvorbereitungskurs. Wir sind 12 Frauen zwischen 24 und 39 Jahren. Die Geburtstermine liegen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. Zufällig ist ein Großteil im medizinischen Bereich tätig. Es werden verschiedene Themen, wie z.B. die Geburt, das Stillen und das Wochenbett besprochen und noch Entspannungsübungen durchgeführt. Irgendwie hatte ich erwartet, dass auch mehr auf die Babypflege etc. eingegangen wird, aber das wurde nur ganz peripher angesprochen. 
Zu Beginn des Kurses wurden die Mutterpässe kontrolliert und fast alle Kinder waren noch in einer Beckenendlage. So auch unsere Kleine. Aber sie hätten ja auch noch Zeit, meint die Hebamme. Am Freitag nach dem ersten Kurs fühlt sich mein Bauch plötzlich irgendwie seltsam an. Die Tritte sind nun nicht mehr in der Leistengegend zu spüren, sondern an der Seite. Am Samstag sieht man dann sogar, dass das Baby quer in meinem Bauch liegt. Anscheinend hat es sich nun also doch in die Schädellage gedreht, denn beim nächsten Ultraschall befindet es sich in dieser. Allerdings liegt sowohl das Kind als auch die Gebärmutter ziemlich weit oben, der Fundusstand ist immer noch direkt unter dem Rippenbogen.